Zincum valerianicum, das baldriansaure Zink, verbindet die nervöse Unruhe des Zinks mit dem krampflösenden Zug des Baldrians. Der auffälligste Zug ist der kaum beherrschbare Bewegungsdrang der Beine, in den Repertorien mit dem höchsten Grad geführt und durch Bewegung gebessert. Dazu kommen hartnäckige Schlaflosigkeit, Zuckungen und krampfartige Zustände sowie eine ausgeprägte Geräuschempfindlichkeit.
Konstitution
Gemütsbild
Nervöse Überreizung bei gleichzeitiger ErschöpfungGeräuschempfindlichkeit, besonders linksGehörtäuschungen wie das Ticken einer UhrÄngstliches Kreisen um die eigene GesundheitBesserung durch MusikInnere Unruhe, die keine Stellung lange aushalten lässt
Das Bild ist das eines Nervensystems, das zugleich überreizt und ausgelaugt ist. Die Betroffenen können nicht stillhalten, wechseln fortwährend die Lage und finden dennoch keine Erleichterung, weil die Kraft fehlt. Die Repertorien führen eine ausgeprägte Empfindlichkeit des Gehörs, dazu Gehörtäuschungen, bei denen ein Ticken wie von einer Uhr wahrgenommen wird. Die Gedanken kreisen um den eigenen Körper und um befürchtete Krankheiten. Bemerkenswert ist die eigens verzeichnete Besserung durch Musik, die bei Frauenbeschwerden mit hohem Grad geführt wird — ein Zug, der dieses Mittel von der Mehrzahl der überreizten Zustände abhebt. Die geistige Kraft ist herabgesetzt, Anstrengung ermüdet rasch.
Ängste: Sorge um die eigene Gesundheit, Beunruhigung durch die Gehörtäuschungen, Angst vor den nächtlichen Zuständen von Unruhe und Schlaflosigkeit
Leitsymptome
- Ruhe und Stillsitzen, besonders abends und nachts
- Anfallsartig auftretende Verschlimmerungen
- Geräusche und Lärm
- Geistige Anstrengung und Erschöpfung
- Bewegung der Beine, in den Rubriken mit hohem Grad geführt
- Musik
- Lagewechsel
- Ruhige, reizarme Umgebung
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
- Abneigung gegen Lärm und starke Sinnesreize
In Repertorien häufig zugeordnet
Bewegungsunruhe der Beine, in Repertorien mit dem höchsten Grad aufgeführtSchlaflosigkeit bei nervöser ÜberreizungKrampfartige und zuckende Zustände, auch in der PubertätNervöse Herzbeschwerden mit BeklemmungGeräuschempfindlichkeit und OhrgeräuscheErschöpfungszustände nach anhaltender geistiger Belastung
Abgrenzung
Zincum metallicum zeigt denselben Bewegungsdrang der Füße und die Besserung durch Bewegung, dazu eine ausgeprägte Verschlimmerung durch Wein und die Unfähigkeit, Ausscheidungen zustande zu bringen; die Salzform gilt als das nervöser und krampfartiger gefärbte Glied der Reihe. Valeriana officinalis teilt die wechselhafte nervöse Erregung, ist aber ohne den zinkeigenen Beinunruhe-Zug. Tarentula hispanica wird ebenfalls bei Unruhe mit Besserung durch Musik genannt, zeigt aber mehr Verschlagenheit und hastige Betriebsamkeit. Causticum und Rhus toxicodendron kommen bei ruheloser Bewegungsnot in Betracht, ohne die Geräuschüberempfindlichkeit dieses Bildes.
Verwandte Mittel
Zincum metallicumValeriana officinalisTarentula hispanicaCausticumIgnatia amaraRhus toxicodendron
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.