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Materia medica · Nr. 3608

Zincum oxydatum

Zinc-o.

In 32 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Zincum oxydatum, das Zinkoxid, ist eine der weniger geprüften Zinkverbindungen und steht mit 32 Rubriken am Rand der Materia medica. Das wenige Überlieferte zeigt die Handschrift der Zink-Reihe: nervöse Erschöpfung und Schwäche, dazu eine auffallende Unruhe im Gemüt mit unwillkürlichem Lachen und grüblerischer Selbstbeobachtung. Als Eigentümlichkeit verzeichnet das Repertorium Träume von Geld, ausdrücklich von Falschgeld.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden erschöpfte, nervös überreizte Menschen, wie sie für die Zinkverbindungen insgesamt geschildert werden.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Datenbasis führt Hypochondrie, also ein anhaltendes Kreisen um die eigene Gesundheit, und daneben unwillkürliches Lachen. Beides zusammen ergibt ein Bild von nervöser Übererregbarkeit, bei der die Selbstbeherrschung nachlässt. Über diese knappen Angaben hinaus ist das Temperament in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

Hypochondrie und ängstliche SelbstbeobachtungUnwillkürliches Lachen ohne AnlassNervöse Übererregbarkeit bei zugrunde liegender ErschöpfungSchlaflosigkeit mit lebhaften Träumen

Das Gemütsbild von Zincum oxydatum ist knapp überliefert, weist aber in eine erkennbare Richtung. Die Repertorien führen Hypochondrie: ein anhaltendes, sorgenvolles Beobachten des eigenen Körpers, bei dem jede Empfindung geprüft und gedeutet wird. Daneben steht als eigentümliche Angabe unwillkürliches Lachen, das nicht zur Stimmung passt und sich nicht unterdrücken lässt. In der Zusammenschau entsteht das Bild eines überreizten Nervensystems, das auf schwacher Grundlage arbeitet. Der Schlaf ist gestört; das Repertorium nennt Schlaflosigkeit und die bezeichnende Traumrubrik: Träume von Geld, näher bestimmt als Falschgeld. Für ein ausgearbeitetes Gemütsporträt reicht die Datenlage nicht aus.

Ängste: Ängstliche Sorge um die eigene Gesundheit, Innere Unruhe, die den Schlaf nicht zulässt

Leitsymptome

Allgemeine Schwäche - die einzige übergreifende Angabe im Kapitel Allgemeines
Schluckauf, im Repertorium eigens verzeichnet
Zahnschmerz beim Aufeinanderbeißen der Zähne; dazu das Gefühl, die Zähne klebten zusammen
Neuralgischer Schmerz im Zwerchfellbereich der Brust
Schmerz in Ellbogen und Oberarm, besonders in der Deltoideusgegend
Schnupfen; Schlaflosigkeit mit Träumen von Geld und Falschgeld
Verschlechterung
  • Geistige Anstrengung und Überreizung
  • Abend und Nacht, wenn die Unruhe zunimmt
Verbesserung
  • Ruhe und gleichmäßige Wärme
  • Nach ausreichendem Schlaf

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Nervöse Erschöpfungszustände mit SchwächeSchlaflosigkeit mit lebhaften TräumenHypochondrische VerstimmungZahnschmerz beim Zusammenbeißen der ZähneSchluckaufSchmerzen in Ellbogen und Oberarm

Abgrenzung

Zincum metallicum ist das ausgearbeitete Hauptmittel der Reihe und deckt dasselbe Grundthema der nervösen Erschöpfung ab, dort mit den kennzeichnenden ruhelosen Füßen und der Besserung durch Absonderungen; Zincum oxydatum ist demgegenüber nur in Umrissen geprüft und wird bei entsprechender Symptomdeckung als Verbindung derselben Reihe genannt. Zincum valerianicum betont die nervöse und krampfartige Seite stärker, Zincum phosphoricum die geistige Erschöpfung. Bei ausgeprägter hypochondrischer Grundstimmung sind Nux vomica und Lycopodium clavatum ausführlicher beschrieben.

Verwandte Mittel

Zincum metallicumZincum valerianicumZincum phosphoricumNux vomicaLycopodium clavatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.