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Materia medica · Nr. 3606

Zincum iodatum

Zinc-i.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Zincum iodatum ist das Zinkjodid, eine Verbindung aus zwei homöopathisch gut bekannten Bestandteilen: dem Zink mit seinem Bezug zu Erschöpfung des Nervensystems und dem Jod mit seiner zehrenden, drüsenbezogenen Wirkung. Die eigene Prüfung ist schmal; die vorliegenden Rubriken weisen auf Brust und Herz sowie auf Husten und Verstopfung. In der Literatur wird das Mittel meist aus den Eigenschaften der beiden Bestandteile abgeleitet.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist für die Verbindung nicht ausgearbeitet. Die Jodverbindungen werden klassisch bei mageren, zehrenden Menschen mit gutem Appetit und dennoch Gewichtsabnahme beschrieben; für Zincum iodatum liegen dazu keine eigenen Belege vor.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die für Zincum metallicum beschriebene Ruhelosigkeit der Füße und die geistige Erschöpfung gehören jenem Mittel und werden hier nicht als Bild dieser Verbindung ausgegeben.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt der Verbindung auf Brust, Herz und DarmIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Zincum iodatum sind in der Datenbasis keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Verbindung gehört zu den zahlreichen Zink- und Jodsalzen, die im 19. Jahrhundert in die Arzneimittellehre aufgenommen, aber nie umfassend geprüft wurden. Was über sie gesagt wird, stützt sich in der Regel auf die Grundstoffe: Zink mit dem Bild der überreizten und zugleich erschöpften Nerventätigkeit, Jod mit dem Bild der zehrenden Unruhe. Ein eigenständiges Gemütsbild dieser Verbindung ist nicht belegt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Husten - eines der eigenständigen Kapitel, in denen das Mittel verzeichnet ist
Beschwerden der Brust, in den Repertorien der Lungenschwindsucht zugeordnet
Herzklappenerkrankungen
Verstopfung
Die Verbindung vereint den Bezug des Jods zu zehrenden Zuständen mit dem Bezug des Zinks zur erschöpften Nerventätigkeit
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Husten aufgeführtIn Repertorien bei Erkrankungen der Herzklappen genanntIn Repertorien im Zusammenhang mit der Lungenschwindsucht verzeichnetIn Repertorien bei Verstopfung aufgeführt

Abgrenzung

Zincum metallicum ist das breit geprüfte Grundmittel mit der bekannten Ruhelosigkeit der Beine, der Besserung durch Absonderungen und der Verschlimmerung durch Wein; Iodum steht bei rascher Abmagerung trotz Heißhunger, Wärmeunverträglichkeit und Drüsenschwellung. Bei Erkrankungen der Herzklappen sind Spigelia, Naja und Cactus deutlich ausführlicher beschrieben. Zincum iodatum bleibt eine Verbindung mit sehr schmaler eigener Datenbasis; sie wird in der Regel nur erwogen, wenn die Züge beider Grundstoffe im Fall zusammentreffen.

Verwandte Mittel

Zincum metallicumIodumKalium iodatumSpigelia anthelmiaArsenicum iodatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.