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Materia medica · Nr. 3596

Zincum bromatum

Zinc-br.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Zincum bromatum ist das Zinksalz der Bromwasserstoffsäure, also Zinkbromid. Es verbindet die Zink-Thematik der nervösen Übererregung und Unruhe mit dem Bromzug der Drüsen- und Nervenreizung. Der Repertoriumsbestand ist schmal und führt das Mittel bei Veitstanz, bei Beschwerden während des Zahnens und beim Wasserkopf - also durchweg bei Zuständen mit Reizung des Nervensystems im Kindesalter.

Konstitution

KörperbauBeschrieben wird das Mittel überwiegend im Kindesalter, bei Kindern mit erregbarem Nervensystem; ein festgelegter Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie Zink-Verbindungen werden in der Materia medica durchgehend über Unruhe und Übererregbarkeit beschrieben: ein Nervensystem, das mehr Reize aufnimmt, als es verarbeiten kann, mit ständiger Bewegung als Ventil. Für Zincum bromatum selbst ist ein eigenes Temperamentsbild nicht belegt; die genannten Züge stammen aus dem Bild der Zink-Gruppe und werden hier als solche kenntlich gemacht.

Gemütsbild

Übererregbares Nervensystem, aus der Zink-Gruppe abgeleitetUnruhe, die sich in Bewegung entlädtKein eigenständiges Gemütsbild des Salzes überliefertIn der Literatur überwiegend bei Kindern beschrieben

Im Repertorium sind zu Zincum bromatum keine Gemütsrubriken besetzt. Alle Angaben liegen im klinischen Kapitel und beim Kopf. Was sich sagen lässt, ergibt sich aus der Stoffgruppe: Zink steht in der Materia medica für ein reizbares, überlastetes Nervensystem mit motorischer Unruhe, Brom für Reizung von Drüsen und Nerven. Das Bild, das sich daraus für dieses Salz ergibt, ist das eines nervös übererregten Kindes; belegt sind jedoch nur die klinischen Zuordnungen, nicht ein ausgearbeitetes Gemütsbild. Es wird deshalb nicht weiter ausgeführt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Veitstanz (Chorea) - unwillkürliche, ausfahrende Bewegungen; die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Beschwerden während des Zahnens, im klinischen Kapitel ausdrücklich geführt
Wasserkopf (Hydrocephalus), im Kopfkapitel des Repertoriums geführt
Kopfbeschwerden allgemein, als übergeordnete Zuordnung
Die Literatur beschreibt daneben Zuckungen und Unruhe bei Kindern mit Reizung des Nervensystems
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Veitstanz und unwillkürliche BewegungenBeschwerden während des ZahnensWasserkopfNervöse Unruhe bei Kindern

Abgrenzung

Zincum metallicum ist das ausführlich geprüfte Grundmittel der Gruppe, mit der kennzeichnenden Ruhelosigkeit der Füße und der Besserung durch das Auftreten von Ausscheidungen; es ist bei allen genannten Zuständen breiter belegt. Zincum phosphoricum und Zincum valerianicum betonen stärker die geistige Erschöpfung. Bei Veitstanz stehen Agaricus muscarius, Cuprum metallicum und Mygale lasiodora im Vordergrund. Bei Beschwerden während des Zahnens sind Chamomilla, Calcarea carbonica und Belladonna die klassisch geführten Mittel. Zincum bromatum bleibt eine seltene Salzvariante mit sehr schmalem Bestand.

Verwandte Mittel

Zincum metallicumAgaricus muscariusCuprum metallicumChamomillaHelleborus nigerKalium bromatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.