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Materia medica · Nr. 3593

Zincum aceticum

Zinc-act.

Auch: Zinc-acet

In 19 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Zincum aceticum, das essigsaure Zink, ist eine wenig geprüfte Zinkverbindung. Es teilt den Grundzug der Zinkmittel — Erschöpfung des Nervensystems nach Überanstrengung, besonders nach durchwachten Nächten — und zeigt daneben eigene Zeichen an Haut, Magen und Harnwegen: Pusteln im Nacken, Wundrose, Magenschleimhautentzündung und beißender Schmerz in der Harnröhre.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die schmale Prüfungsgrundlage lässt keinen eigenen Körpertyp erkennen; das Mittel wird nach den lokalen Zeichen gewählt.
Thermalitätfrostig
TemperamentKennzeichnend ist die Erschöpfbarkeit nach Nachtwachen: Wer nächtelang wachen musste, wird reizbar, unruhig und findet dennoch keinen Schlaf. Dieser Zug ist von Zincum metallicum bekannt und in den Rubriken auch für die essigsaure Verbindung verzeichnet. Ein weiter ausgearbeitetes Temperament ist in der Literatur nicht beschrieben.

Gemütsbild

Verschlimmerung durch Nachtwachen und SchlafmangelErschöpfung des Nervensystems nach ÜberanstrengungReizbarkeit bei gleichzeitiger ErmüdungKein breiter ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert

Das einzige verzeichnete Gemütszeichen von Zincum aceticum ist zugleich das aussagekräftigste der ganzen Zinkgruppe: Beschwerden nach durchwachten Nächten. Wer über längere Zeit am Krankenbett gewacht, im Schichtdienst gearbeitet oder aus anderen Gründen den Schlaf entbehrt hat, gerät in einen Zustand nervöser Erschöpfung. Die Reize werden nicht mehr verarbeitet, sondern stauen sich: Der Betroffene ist müde und zugleich zu unruhig zum Ausruhen. Über diesen Zug hinaus liegt zu der essigsauren Verbindung kein eigenes seelisches Bild vor; die Literatur verweist hier auf das ungleich besser geprüfte Zincum metallicum.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine eigenen Angstrubriken verzeichnet

Leitsymptome

Verschlimmerung durch Nachtwachen und Schlafentzug, in den Gemütsrubriken eigens verzeichnet
Beißender Schmerz in der Harnröhre
Pustelartiger Hautausschlag im Nacken und an der Halswirbelsäule
Wundrose der Haut, in den Rubriken aufgeführt
Entzündung der Magenschleimhaut
Durchfall und Zahnschmerz als begleitende Zeichen
Verschlechterung
  • Nachtwachen und Schlafmangel
  • Nachts
  • Wasserlassen, mit beißendem Schmerz in der Harnröhre
Verbesserung
  • Ausreichender, ungestörter Schlaf
  • Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken kein Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Erschöpfungszustände nach durchwachten Nächten, in Repertorien dem Mittel zugeordnetBrennender, beißender Schmerz in der HarnröhrePustelausschlag im NackenWundroseEntzündliche Magenbeschwerden

Abgrenzung

Zincum metallicum ist das breit geprüfte Hauptmittel der Gruppe, mit unruhigen Beinen, Zittern und der Besserung durch das Erscheinen von Ausscheidungen; Zincum aceticum wird ihm zugeordnet, ohne dessen Belegdichte zu erreichen. Cocculus indicus gilt als das klassische Mittel bei Beschwerden nach Nachtwachen mit Schwindel und Übelkeit. Bei Wundrose steht Belladonna oder Apis mellifica im Blick, bei Nackenpusteln Silicea oder Hepar sulfuris. Zincum aceticum bleibt ein Mittel für sehr genau passende Einzelzeichen.

Verwandte Mittel

Zincum metallicumCocculus indicusNux vomicaApis mellificaHepar sulfuris calcareum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.