Yohimbinum ist das Hauptalkaloid der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baumes. In der homöopathischen Literatur, unter anderem bei Boericke, wird es den Mitteln mit Bezug zu den männlichen Geschlechtsorganen und zum Kreislauf zugerechnet. Die überlieferten Angaben betreffen einen Wechsel zwischen anhaltender und ausbleibender Erektion, Herzklopfen, häufigen Harndrang und Frösteln mit Fieber. Das Repertorium führt nur wenige Rubriken.
Konstitution
Gemütsbild
Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertAnregung von Kreislauf und Nervensystem als GrundzugBeschwerden stehen körperlich im Vordergrund
Zu Yohimbinum liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Alkaloid über seine Wirkung auf Kreislauf und Geschlechtsorgane; Boericke führt es als Mittel mit anregendem Bezug zu diesem Bereich. Ein seelisches Bild ist daraus nicht abgeleitet worden. Der Gegensatz, der sich in den Rubriken zeigt - anhaltende Erektion auf der einen, fehlende auf der anderen Seite - entspricht der zweischneidigen Wirkung der Substanz, ist aber nicht als Gemütsthema ausgearbeitet. Weitergehende Aussagen wären nicht belegt.
Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Frost- und Kälteeinwirkung, entsprechend den Fieberrubriken
- Weitere Verschlechterungsangaben sind nicht überliefert
- Wärme
- Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane mit anhaltender oder ausbleibender ErektionHerzklopfenHäufiger HarndrangFrösteln mit Fieber
Abgrenzung
Bei Schwäche der männlichen Geschlechtsfunktion sind Agnus castus mit ausgeprägter Kälte und Traurigkeit, Lycopodium clavatum mit Versagensbefürchtung und Selenium metallicum mit Erschöpfung nach Anstrengung die weit umfassender ausgearbeiteten Mittel. Bei anhaltender schmerzhafter Erektion nennt die Literatur vor allem Picricum acidum und Cantharis. Yohimbinum unterscheidet sich von diesen durch die schmale Datenlage und dadurch, dass die Substanz vor allem pharmakologisch untersucht ist. Beschwerden dieser Art gehören in ärztliche Abklärung.
Verwandte Mittel
Agnus castusLycopodium clavatumSelenium metallicumPicricum acidumCantharis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.