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Materia medica · Nr. 3584

Yohimbinum

Yohim.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Yohimbinum ist das Hauptalkaloid der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baumes. In der homöopathischen Literatur, unter anderem bei Boericke, wird es den Mitteln mit Bezug zu den männlichen Geschlechtsorganen und zum Kreislauf zugerechnet. Die überlieferten Angaben betreffen einen Wechsel zwischen anhaltender und ausbleibender Erektion, Herzklopfen, häufigen Harndrang und Frösteln mit Fieber. Das Repertorium führt nur wenige Rubriken.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Die Rubriken beziehen sich überwiegend auf Männer mit Beschwerden im Bereich der Geschlechtsorgane und des Kreislaufs.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenständiges Temperamentsbild ist nicht überliefert. Die Substanz wirkt anregend auf Kreislauf und Nervensystem; die homöopathischen Angaben beschreiben jedoch körperliche Zeichen und keine Gemütsverfassung.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertAnregung von Kreislauf und Nervensystem als GrundzugBeschwerden stehen körperlich im Vordergrund

Zu Yohimbinum liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Alkaloid über seine Wirkung auf Kreislauf und Geschlechtsorgane; Boericke führt es als Mittel mit anregendem Bezug zu diesem Bereich. Ein seelisches Bild ist daraus nicht abgeleitet worden. Der Gegensatz, der sich in den Rubriken zeigt - anhaltende Erektion auf der einen, fehlende auf der anderen Seite - entspricht der zweischneidigen Wirkung der Substanz, ist aber nicht als Gemütsthema ausgearbeitet. Weitergehende Aussagen wären nicht belegt.

Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Anhaltende, schmerzhafte Erektion ohne Erregung, in den Rubriken als Priapismus geführt
Ausbleibende Erektion mit Schwäche der Geschlechtsfunktion
Herzklopfen
Häufiger Harndrang mit vermehrtem Wasserlassen
Frösteln mit Fieber, in den Rubriken als Wechselfieber mit Frost verzeichnet
Verschlechterung
  • Frost- und Kälteeinwirkung, entsprechend den Fieberrubriken
  • Weitere Verschlechterungsangaben sind nicht überliefert
Verbesserung
  • Wärme
  • Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane mit anhaltender oder ausbleibender ErektionHerzklopfenHäufiger HarndrangFrösteln mit Fieber

Abgrenzung

Bei Schwäche der männlichen Geschlechtsfunktion sind Agnus castus mit ausgeprägter Kälte und Traurigkeit, Lycopodium clavatum mit Versagensbefürchtung und Selenium metallicum mit Erschöpfung nach Anstrengung die weit umfassender ausgearbeiteten Mittel. Bei anhaltender schmerzhafter Erektion nennt die Literatur vor allem Picricum acidum und Cantharis. Yohimbinum unterscheidet sich von diesen durch die schmale Datenlage und dadurch, dass die Substanz vor allem pharmakologisch untersucht ist. Beschwerden dieser Art gehören in ärztliche Abklärung.

Verwandte Mittel

Agnus castusLycopodium clavatumSelenium metallicumPicricum acidumCantharis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.