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Materia medica · Nr. 3562

Wildbad aqua

Wildb.

Auch: Wild

In 40 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Wildbad aqua ist das Thermalwasser des Bades Wildbad im Schwarzwald, das in die homöopathische Materia medica als Mittel der rheumatischen und gichtischen Zustände eingegangen ist. Das Repertorium führt es bei Knochenschmerzen, knarrenden Gelenken, rheumatischen Schulterschmerzen und Lähmungserscheinungen der unteren Körperhälfte. Kennzeichnend ist eine plötzlich einschießende Schwäche, besonders beim Gehen und nach dem Erwachen.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden Menschen mit rheumatisch und gichtisch verändertem Bewegungsapparat, oft in fortgeschrittenem Alter, mit schwachem Bindegewebe. Als Eigentümlichkeit verzeichnet das Repertorium weich werdende Nägel und Beschwerden des Haares.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen im Datenbestand keine Rubriken vor. Aus den Allgemeinsymptomen zeichnet sich ein Zustand allgemeiner Ermattung ab, bei dem die Kräfte unvermittelt nachgeben. Ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht beschrieben und hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittel wird über den Bewegungsapparat erschlossen

Zu Wildbad aqua liegen im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsangaben vor. Das Mittel gehört zu den Heilwässern, die über ihre Anwendung als Bad in die Materia medica gelangt sind; die überlieferten Angaben stammen überwiegend aus Beobachtungen am Bewegungsapparat und beim Baden. Ein Gemütsbild ist daraus nicht abzuleiten und wird hier nicht konstruiert. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die rheumatischen, gichtischen und lähmungsartigen Angaben sowie auf die eigentümliche, plötzlich einschießende Schwäche. Für ein durchgezeichnetes Gemütsbild bei rheumatischen Zuständen verweist die Literatur üblicherweise auf die großen Mittel wie Rhus toxicodendron oder Causticum.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Plötzliche Schwäche, ausgelöst durch Gehen, sowie Schwäche nach dem Erwachen - der eigentümlichste Zug des Mittels
Knochenschmerzen und ein Bedürfnis, sich zu strecken
Knarren der Gelenke, besonders am Knie
Rheumatischer Schulterschmerz; gichtische Zustände
Lähmungserscheinungen, vor allem der unteren Körperhälfte, sowie Lähmung im Bereich der Wirbelsäule
Weichwerden der Nägel; Beschwerden des Haares; Augenschmerz abends und beim Schreiben
Verschlechterung
  • Gehen (plötzliche Schwäche)
  • Nach dem Erwachen
  • Abends (Augenschmerzen), beim Schreiben
Verbesserung
  • Wärme, entsprechend der Herkunft als Thermalwasser
  • Weitere Besserungen sind im vorliegenden Datenbestand nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Rheumatische Beschwerden des BewegungsapparatsGichtische ZuständeKnochenschmerzenKnarrende, schlecht bewegliche GelenkeLähmungserscheinungen der unteren KörperhälfteWeiche, brüchige NägelPlötzliche Erschöpfung beim Gehen

Abgrenzung

Rhus toxicodendron ist das bekannteste Mittel bei rheumatischer Steifigkeit und unterscheidet sich durch die deutliche Besserung durch fortgesetzte Bewegung und die ausgeprägte Ruhelosigkeit. Causticum teilt die lähmungsartige Schwäche und die Neigung zu Kontrakturen, tritt aber mit Besserung bei feuchtem Wetter hervor. Innerhalb der Heilwässer sind Aqua marina und die anderen Thermalquellenmittel zu vergleichen; sie sind ebenso spärlich geprüft und werden vor allem über die örtlichen Angaben unterschieden.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronCausticumCalcium carbonicumSiliceaAqua marina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.