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Materia medica · Nr. 3498

Veratrum nigrum

Verat-n.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Veratrum nigrum, der Schwarze Germer, ist ein Germergewächs Süd- und Osteuropas und wie seine Gattungsgeschwister eine stark giftige Pflanze mit Wirkung auf Kreislauf und Nerven. Homöopathisch ist die Art nur schmal geprüft und steht ganz im Schatten von Veratrum album. Die vorliegenden Rubriken betreffen Kopfschmerz, Ohrgeräusche und eine verlängerte Regelblutung.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die schmale Datenbasis erlaubt keine Aussage über einen typischen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Das für Veratrum album beschriebene Bild aus Zusammenbruch, Kälte und innerer Getriebenheit gehört jenem Mittel und wird hier nicht übertragen.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt auf Kopf, Ohr und weiblichem ZyklusIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Veratrum nigrum sind keine Rubriken aus dem Kapitel Gemüt hinterlegt. In der älteren Literatur wird die Pflanze überwiegend pharmakologisch behandelt; die homöopathische Prüfung blieb schmal, weil Veratrum album früh die Rolle des Hauptmittels der Gattung übernahm. Ein Gemütsbild lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz - eine der wenigen deutlich verzeichneten Angaben
Ohrgeräusche
Verlängerte, sich hinziehende Regelblutung; daneben Regelbeschwerden allgemein
Die Gattung Veratrum wirkt toxikologisch stark auf Kreislauf und Nerven; für diese Art sind entsprechende Prüfungsangaben jedoch kaum überliefert
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Kopfschmerz aufgeführtIn Repertorien bei Ohrgeräuschen genanntIn Repertorien bei verlängerter Regelblutung verzeichnetIn Repertorien bei Regelbeschwerden allgemein aufgeführt

Abgrenzung

Veratrum album ist das breit geprüfte Hauptmittel der Gattung und durch kalten Schweiß auf der Stirn, Zusammenbruch mit gleichzeitigem Durchfall und Erbrechen sowie starkes Verlangen nach kalten Getränken gekennzeichnet; davon findet sich bei Veratrum nigrum nichts Belegtes. Veratrum viride, der Grüne Germer, steht bei Kongestion zum Kopf mit hochrotem Gesicht und verlangsamtem Puls. Sabina und Secale cornutum sind bei anhaltender, sich hinziehender Blutung deutlich besser beschrieben. Wegen der schmalen Datenbasis kommt Veratrum nigrum nur bei ausdrücklicher Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Veratrum albumVeratrum virideSabadillaSecale cornutumSabina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.