Ustilago maydis, der Maisbrandpilz, ist in der Materia medica ein ausgesprochenes Frauenmittel. Kennzeichnend sind Gebärmutterblutungen mit hellrotem, zugleich klumpig geronnenem Blut, krampfartige Gebärmutterschmerzen und eine ausgeprägte Beteiligung des linken Eierstocks. Beschrieben werden Blutungen im Klimakterium, bei Myomen und nach der Geburt sowie eine gesteigerte geschlechtliche Erregung.
Konstitution
Gemütsbild
Gesteigerte geschlechtliche ErregungReizbarkeit und innere Erregung im Zusammenhang mit dem ZyklusErschöpfung nach BlutverlustenIn den vorliegenden Rubriken keine eigenständigen Gemütssymptome ausgewiesen
Die vorliegenden Rubriken enthalten keine Einträge im Gemütsbereich; das Bild von Ustilago maydis wird ganz von den Blutungen und den Beschwerden der Geschlechtsorgane getragen. Die klassische Literatur ergänzt eine erregte, reizbare Verfassung mit deutlich gesteigertem Geschlechtstrieb, der auch in den Rubriken zu den männlichen Geschlechtsorganen erscheint. Beschrieben wird ferner eine Erschöpfung, wie sie nach anhaltenden Blutverlusten auftritt, mit Schwäche und Niedergeschlagenheit. Eine ausgearbeitete seelische Schilderung, wie sie bei den großen Frauenmitteln vorliegt, ist für dieses Mittel nicht überliefert.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Vor der Regelblutung
- Im Klimakterium
- Nachts, hinsichtlich des Hautjuckens und der Halstrockenheit
- Geringste Bewegung bei bestehender Blutung
- Während der Regelblutung
- Ruhe und Liegen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Gebärmutterblutungen mit hellrotem, klumpigem Blut aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Blutungen im KlimakteriumBei Blutungen im Zusammenhang mit Gebärmuttermyomen verzeichnetBei krampfartigen Gebärmutterschmerzen genanntBei linksseitigen Eierstockschmerzen aufgeführtBei Nagelveränderungen und Haarausfall in der Literatur beschrieben
Abgrenzung
Secale cornutum, wie Ustilago ein Pilz auf Getreide und in der Literatur als verwandtes Mittel geführt, zeigt dunkles, dünnflüssiges Blut, brennende Hitze bei äußerer Kälte und das Verlangen nach Abdecken; Ustilago hat demgegenüber das hellrote, zugleich geronnene Blut. Sabina steht bei hellroter Blutung mit Klumpen und Schmerz vom Kreuzbein zur Schambeinfuge; die Modalitäten sind einander sehr ähnlich, der Kreuz-Scham-Schmerz weist auf Sabina. Trillium pendulum wird bei Blutungen mit Gefühl, die Hüften fielen auseinander, genannt. Für Ustilago sprechen die linksseitige Eierstockbeteiligung und die Bindung an Klimakterium und Myome.
Verwandte Mittel
Secale cornutumSabinaTrillium pendulumAsa foetidaBovistaSepia
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.