Uranium nitricum ist das salpetersaure Salz des Urans und gehört zu den mineralischen Mitteln, deren Bild vor allem über Stoffwechsel und Harnwege beschrieben ist. Kennzeichnend ist die Verbindung von Heißhunger bei gleichzeitiger Abmagerung mit reichlichem, nächtlichem Harnfluss und Zuckergehalt des Urins. Dazu treten Geschwüre und Reizzustände im oberen Verdauungsweg sowie eine tiefgreifende Schwäche.
Konstitution
Gemütsbild
Mürrische, verdrossene StimmungMissmut ohne erkennbaren AnlassKörperliche Ruhelosigkeit bei zugleich bestehender ErschöpfungKein ausgearbeitetes chronisches Gemütsbild überliefert
Das Gemüt tritt bei Uranium nitricum hinter das körperliche Bild zurück. In den Rubriken findet sich im Kapitel Gemüt vor allem die mürrische, verdrossene Verfassung. Ergänzend verzeichnen die Repertorien körperliche Ruhelosigkeit, die zusammen mit der ausgeprägten Schwäche auftritt. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel als Stoffwechselmittel und geht auf seelische Züge kaum ein; überliefert ist der Eindruck eines abgemagerten, kraftlosen und verdrossenen Kranken. Ein eigenständiges chronisches Gemütsbild lässt sich daraus nicht ableiten.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, besonders hinsichtlich des Harnflusses
- Während der Menstruation, mit ausgeprägter Schwäche
- Nach dem Essen, hinsichtlich Erbrechen und Magenbeschwerden
- Anstrengung
- Ruhe und Liegen
- Wärme
- Nach der Entleerung des Magens für kurze Zeit
Verlangen und Abneigungen
- Heißhunger, auch bei bestehender Abmagerung
- Rohes, ausdrücklich roher Schinken
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Heißhunger mit gleichzeitiger Abmagerung im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu reichlichem Harnfluss mit Zuckergehalt des UrinsBei nächtlichem Einnässen und unwillkürlichem Harnabgang verzeichnetBei Geschwüren im Bereich des Zwölffingerdarms mit blutigem Erbrechen genanntBei Nierenbeschwerden mit Schmerzen in der Nierengegend aufgeführtBei ausbleibender Menstruation sowie bei ausbleibender Erektion in den Rubriken verzeichnet
Abgrenzung
Syzygium jambolanum ist ebenfalls bei Zucker im Urin verzeichnet, jedoch ohne die ausgeprägte Abmagerung und die Geschwürsneigung. Phosphoricum acidum teilt den reichlichen, hellen Harnfluss und die tiefe Erschöpfung, zeigt jedoch stärker die geistige Gleichgültigkeit nach Kummer. Argentum nitricum und Kalium bichromicum stehen bei Geschwüren des oberen Verdauungswegs im Vordergrund. Für Uranium nitricum spricht das Zusammentreffen von Heißhunger, Abmagerung, reichlichem Nachtharn und Beschwerden am Zwölffingerdarm.
Verwandte Mittel
Syzygium jambolanumPhosphoricum acidumArgentum nitricumKalium bichromicumArsenicum albumNatrium muriaticum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.