Uranium muriaticum, das Chlorid des Schwermetalls Uran, ist ein sehr kleines Mineralmittel. Sein gesamtes im Repertorium belegtes Bild betrifft die Niere: entzündliche Zustände im Nierenbecken sind hier mit dem höchsten Grad des Mittels verzeichnet. Es ist ein Randmittel der Materia medica und steht im Schatten des deutlich bekannteren Uranium nitricum.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertMittel mit rein organbezogener SymptomatikErschöpfung als allgemeine Begleiterscheinung der Uranverbindungen
Das Repertorium führt für Uranium muriaticum keine einzige Gemütsrubrik. Die Substanz wurde nicht systematisch geprüft; die Zuordnung zum Nierenbecken beruht auf wenigen klinischen Angaben der älteren Literatur. Wer das Mittel in Betracht zieht, geht ausschließlich vom Organbezug aus. Für die Uranverbindungen allgemein beschreibt die Materia medica eine tiefe körperliche Erschöpfung mit Abmagerung trotz gutem Appetit, doch stammen diese Angaben von Uranium nitricum und dürfen nicht ohne Weiteres auf das Chlorid übertragen werden.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Erschütterung und Bewegung bei Nierenschmerz
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Wärme und Ruhe
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Entzündliche Zustände des NierenbeckensBeschwerden der Harnorgane mit NierenbeteiligungVeränderungen der Harnabsonderung
Abgrenzung
Uranium nitricum ist die weit besser dokumentierte Verbindung derselben Reihe; dort steht der übermäßige Harndrang mit großer Harnmenge, brennendem Harn, Durst und Abmagerung im Vordergrund, und das Mittel wird klassisch bei Zuckerkrankheit genannt. Uranium muriaticum beschränkt sich dagegen auf den entzündlichen Zustand des Nierenbeckens. Bei akuten Nierenbeckenentzündungen sind zunächst die breit belegten Mittel zu vergleichen: Berberis vulgaris mit ausstrahlendem Schmerz von der Nierengegend nach unten, Terebinthina mit blutigem Harn und Trommelbauch, Cantharis mit brennendem, tropfenweisem Harndrang und Apis mellifica mit spärlichem Harn und Ödemneigung.
Verwandte Mittel
Uranium nitricumBerberis vulgarisTerebinthinaCantharisApis mellifica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.