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Materia medica · Nr. 3461

Uranium muriaticum

Uran-m.

Auch: Uran-mur.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Uranium muriaticum, das Chlorid des Schwermetalls Uran, ist ein sehr kleines Mineralmittel. Sein gesamtes im Repertorium belegtes Bild betrifft die Niere: entzündliche Zustände im Nierenbecken sind hier mit dem höchsten Grad des Mittels verzeichnet. Es ist ein Randmittel der Materia medica und steht im Schatten des deutlich bekannteren Uranium nitricum.

Konstitution

KörperbauFür Uranium muriaticum ist kein Konstitutionstyp beschrieben. Bei den Uranverbindungen insgesamt werden abgemagerte, geschwächte Menschen mit gestörtem Stoffwechsel genannt, doch bezieht sich das auf Uranium nitricum.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Das Mittel ist über die Nierensymptomatik erschlossen; ein seelisches Bild wurde nie ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertMittel mit rein organbezogener SymptomatikErschöpfung als allgemeine Begleiterscheinung der Uranverbindungen

Das Repertorium führt für Uranium muriaticum keine einzige Gemütsrubrik. Die Substanz wurde nicht systematisch geprüft; die Zuordnung zum Nierenbecken beruht auf wenigen klinischen Angaben der älteren Literatur. Wer das Mittel in Betracht zieht, geht ausschließlich vom Organbezug aus. Für die Uranverbindungen allgemein beschreibt die Materia medica eine tiefe körperliche Erschöpfung mit Abmagerung trotz gutem Appetit, doch stammen diese Angaben von Uranium nitricum und dürfen nicht ohne Weiteres auf das Chlorid übertragen werden.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Entzündliche Zustände des Nierenbeckens - die einzige mit erhöhtem Grad verzeichnete Angabe des Mittels
Beschwerden der Harnorgane mit Schmerz in der Nierengegend
Trübe, spärliche oder auffällig veränderte Harnabsonderung
Allgemeine Schwäche im Verlauf von Nierenbeschwerden
Verschlechterung
  • Erschütterung und Bewegung bei Nierenschmerz
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Entzündliche Zustände des NierenbeckensBeschwerden der Harnorgane mit NierenbeteiligungVeränderungen der Harnabsonderung

Abgrenzung

Uranium nitricum ist die weit besser dokumentierte Verbindung derselben Reihe; dort steht der übermäßige Harndrang mit großer Harnmenge, brennendem Harn, Durst und Abmagerung im Vordergrund, und das Mittel wird klassisch bei Zuckerkrankheit genannt. Uranium muriaticum beschränkt sich dagegen auf den entzündlichen Zustand des Nierenbeckens. Bei akuten Nierenbeckenentzündungen sind zunächst die breit belegten Mittel zu vergleichen: Berberis vulgaris mit ausstrahlendem Schmerz von der Nierengegend nach unten, Terebinthina mit blutigem Harn und Trommelbauch, Cantharis mit brennendem, tropfenweisem Harndrang und Apis mellifica mit spärlichem Harn und Ödemneigung.

Verwandte Mittel

Uranium nitricumBerberis vulgarisTerebinthinaCantharisApis mellifica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.