Upas tiente ist der eingedickte Milchsaft des javanischen Upasbaums, in seiner Heimat als Pfeilgift verwendet. In der homöopathischen Literatur ist das Mittel nur schwach geprüft und selten verordnet. Die im Repertorium verzeichneten Zeichen sind erschwertes Schlucken, besonders von Flüssigkeiten, schwere, kaum zu hebende Augenlider am Morgen sowie eine abendliche Schwäche mit Pulsieren im Bett. Das Bild bleibt lückenhaft und beruht auf wenigen, überwiegend niedriggradigen Angaben.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsthema überliefertBeschrieben wird vor allem Mattigkeit und SchwereIn der Literatur nicht näher beschrieben
Die Rubrik Gemüt ist bei Upas tiente im vorliegenden Repertorium nicht besetzt. Die Substanz ist toxikologisch als starkes Pfeilgift bekannt, doch führte das nicht zu einer ausgearbeiteten homöopathischen Arzneimittelprüfung. Was überliefert ist, beschränkt sich auf körperliche Beobachtungen: Schwere der Augenlider am Morgen, Schwäche am Abend und beim Erwachen, Herzklopfen beim Zubettgehen und beim Schreiben. Aus dem Giftcharakter ein seelisches Bild abzuleiten wäre nicht belegbar; die vorhandenen Angaben tragen ein solches Bild nicht.
Ängste: Keine Ängste in der Prüfung verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Abends - Schwäche
- Morgens - schwere Lider
- Im Bett - Pulsieren am Körper
- Nach geschlechtlicher Ausschweifung, wie in der älteren Literatur genannt
- Keine ausdrücklichen Besserungsmodalitäten verzeichnet
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Kein Verlangen in der Prüfung verzeichnet
- Abneigung gegen Fleisch
- Appetitlosigkeit
In Repertorien häufig zugeordnet
Schluckbeschwerden, besonders beim TrinkenSchwere und Entzündung der AugenliderHerzklopfen beim HinlegenSchwächezustände am Abend
Abgrenzung
Wegen der schmalen Datenlage ist eine sichere Abgrenzung kaum möglich. Beim erschwerten Schlucken von Flüssigkeiten liegt der Vergleich mit Belladonna, Lachesis und Stramonium nahe, die alle ein sehr viel breiteres und besser gesichertes Bild aufweisen. Innerhalb der Pfeilgifte steht Curare näher an den Lähmungsbildern; Strychninum zeigt die tetanische Übererregbarkeit. Upas tiente bleibt demgegenüber ein selten verordnetes Randmittel.
Verwandte Mittel
BelladonnaLachesis mutaCurareStrychninum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.