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Materia medica · Nr. 3457

Upas tiente

Upa.

In 222 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Upas tiente ist der eingedickte Milchsaft des javanischen Upasbaums, in seiner Heimat als Pfeilgift verwendet. In der homöopathischen Literatur ist das Mittel nur schwach geprüft und selten verordnet. Die im Repertorium verzeichneten Zeichen sind erschwertes Schlucken, besonders von Flüssigkeiten, schwere, kaum zu hebende Augenlider am Morgen sowie eine abendliche Schwäche mit Pulsieren im Bett. Das Bild bleibt lückenhaft und beruht auf wenigen, überwiegend niedriggradigen Angaben.

Konstitution

KörperbauKein Konstitutionsbild überliefert. Upas tiente ist ein Randmittel ohne breite Prüfung; ein Typus lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Prüfung verzeichnet fast nur körperliche Empfindungen: Mattigkeit am Abend und beim Erwachen, Schwere in den Lidern. Ein Charakterbild ist in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsthema überliefertBeschrieben wird vor allem Mattigkeit und SchwereIn der Literatur nicht näher beschrieben

Die Rubrik Gemüt ist bei Upas tiente im vorliegenden Repertorium nicht besetzt. Die Substanz ist toxikologisch als starkes Pfeilgift bekannt, doch führte das nicht zu einer ausgearbeiteten homöopathischen Arzneimittelprüfung. Was überliefert ist, beschränkt sich auf körperliche Beobachtungen: Schwere der Augenlider am Morgen, Schwäche am Abend und beim Erwachen, Herzklopfen beim Zubettgehen und beim Schreiben. Aus dem Giftcharakter ein seelisches Bild abzuleiten wäre nicht belegbar; die vorhandenen Angaben tragen ein solches Bild nicht.

Ängste: Keine Ängste in der Prüfung verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erschwertes Schlucken, besonders von Flüssigkeiten - eine der wenigen deutlicher bewerteten Angaben
Schwere der Augenlider am Morgen, dazu Hitze in den Lidern und Entzündung der äußeren Augenwinkel mit Geschwürsbildung
Gefühl eines Fremdkörpers im Auge
Schwäche am Abend und beim Erwachen; Pulsieren am ganzen Körper, im Bett bemerkbar
Herzklopfen beim Zubettgehen und beim Schreiben; Zusammenschnürung der Brust
Taubheitsgefühl der Füße, Jucken an der Innenseite des Handgelenks, Niednägel an den Fingern
Verschlechterung
  • Abends - Schwäche
  • Morgens - schwere Lider
  • Im Bett - Pulsieren am Körper
  • Nach geschlechtlicher Ausschweifung, wie in der älteren Literatur genannt
Verbesserung
  • Keine ausdrücklichen Besserungsmodalitäten verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Kein Verlangen in der Prüfung verzeichnet
Abneigung
  • Abneigung gegen Fleisch
  • Appetitlosigkeit

In Repertorien häufig zugeordnet

Schluckbeschwerden, besonders beim TrinkenSchwere und Entzündung der AugenliderHerzklopfen beim HinlegenSchwächezustände am Abend

Abgrenzung

Wegen der schmalen Datenlage ist eine sichere Abgrenzung kaum möglich. Beim erschwerten Schlucken von Flüssigkeiten liegt der Vergleich mit Belladonna, Lachesis und Stramonium nahe, die alle ein sehr viel breiteres und besser gesichertes Bild aufweisen. Innerhalb der Pfeilgifte steht Curare näher an den Lähmungsbildern; Strychninum zeigt die tetanische Übererregbarkeit. Upas tiente bleibt demgegenüber ein selten verordnetes Randmittel.

Verwandte Mittel

BelladonnaLachesis mutaCurareStrychninum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.