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Materia medica · Nr. 3442

Tussilago farfara

Tus-fa.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tussilago farfara, der Huflattich, ist eine der ältesten europäischen Hustenpflanzen; schon der lateinische Name verweist mit tussis auf den Husten. Die schleimhaltigen Blätter und die früh im Jahr erscheinenden gelben Blüten wurden über Jahrhunderte bei Reizzuständen der Atemwege verwendet. In der Homöopathie ist Tussilago ein kleines Mittel, das die Repertorien beim Husten und in den klinischen Rubriken bei der Skrofulose führen.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Über die klinische Zuordnung zur Skrofulose ergibt sich lediglich der Bezug zu zarten, lymphatisch veranlagten Kindern mit Neigung zu Drüsenschwellungen.
Thermalitätfrostig
TemperamentIn der Literatur nicht näher beschrieben. Eine ausgearbeitete Prüfung mit Gemüts- und Temperamentssymptomen liegt für Tussilago farfara nicht vor; das Bild ist über die Atemwege und die Konstitutionsschwäche überliefert.

Gemütsbild

Kein geprüftes Gemütsbild überliefertIn den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenZuordnung über Husten und lymphatische Konstitutionsschwäche

Zu Tussilago farfara sind in den Repertorien keine Gemütsrubriken verzeichnet; die beiden inhaltlichen Einträge betreffen den Husten und die klinische Rubrik der Skrofulose. Auch die knappen Darstellungen in der Literatur beschreiben das Mittel rein körperlich. Tussilago gehört damit zu den Pflanzenmitteln, die aus der überlieferten Pflanzenheilkunde in die Homöopathie übernommen wurden, ohne je eine ausführliche Prüfung am Gesunden erfahren zu haben. Wer ein Gemütsbild in die Wahl einbeziehen will, findet hier keine Grundlage und ist auf die durchgeprüften Hustenmittel der Materia medica angewiesen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Husten als tragende Angabe des Mittels; er steht am Anfang der Überlieferung und gibt der Pflanze ihren Namen
In den klinischen Rubriken bei der Skrofulose aufgeführt, jener älteren Bezeichnung für die lymphatische Konstitutionsschwäche mit Drüsenschwellungen bei Kindern
Die Pflanzenheilkunde beschreibt die reizmildernde Wirkung der schleimhaltigen Blätter auf die Rachen- und Bronchialschleimhaut; in den Repertorien ist davon nur die Rubrik Husten abgebildet
Ein charakteristisches Auswurf- oder Schmerzmuster ist nicht überliefert
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien beim Husten aufgeführtIn den klinischen Rubriken bei der Skrofulose verzeichnetTraditionell den Reizzuständen der Atemwegsschleimhäute zugeordnetDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Tussilago farfara ist ein kleines Mittel ohne eigene Modalitäten und lässt sich von den durchgezeichneten Hustenmitteln leicht abgrenzen. Drosera rotundifolia zeigt den bellenden, krampfartigen Husten mit Verschlimmerung nach Mitternacht und beim Hinlegen, Rumex crispus den trockenen Reizhusten durch Einatmen kühler Luft, Spongia tosta den trockenen, sägenden Husten. Bei der lymphatischen Konstitutionsschwäche stehen Calcarea carbonica, Calcarea phosphorica und Baryta carbonica mit eigenen Konstitutions- und Gemütsbildern zur Verfügung. Tussilago trägt keines dieser Unterscheidungsmerkmale und bleibt eine Ergänzung, wenn die ausgearbeiteten Mittel nicht passen.

Verwandte Mittel

Drosera rotundifoliaRumex crispusSpongia tostaCalcarea carbonicaCalcarea phosphoricaSticta pulmonaria

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.