HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3425

Trombidium muscae domesticae

Trom.

In 510 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Trombidium muscae domesticae, aus der roten Milbe der Stubenfliege gewonnen, ist in der Materia medica ein ausgesprochenes Darmmittel. Kennzeichnend ist ein Durchfall, der unmittelbar nach dem Essen und nach dem Trinken von Wasser einsetzt, mit brennendem Stuhldrang und dunklem, teils blutigem Stuhl. Auffällig ist der Schweiß, der dem Stuhlgang vorausgeht, und die Hitze ohne Durst.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; das Mittel wird über den Verlauf der Darmbeschwerden bestimmt.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenständiges Gemütsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert. Beschrieben wird die Erschöpfung und Reizbarkeit, die aus den häufigen, schmerzhaften Entleerungen hervorgeht. Die Verschlechterung nach durchzechten Nächten ist in den Repertorien ausdrücklich ausgewiesen.

Gemütsbild

Erschöpfung durch häufige, schmerzhafte EntleerungenReizbarkeit nach dem EssenVerschlechterung nach durchzechten NächtenKein eigenständiges Gemütsbild überliefert

Zum Gemüt liegen für Trombidium keine eigenständigen Rubriken vor, und auch die klassische Literatur beschreibt kein ausgearbeitetes seelisches Bild. Verzeichnet ist allein die allgemeine Verschlechterung nach nächtlichem Ausschweifen und Zechen, was auf die Empfindlichkeit gegenüber Ausschweifungen und Diätfehlern hinweist. Was sich an seelischen Zeichen zeigt, ergibt sich aus dem körperlichen Zustand: Die häufigen, brennenden Entleerungen zehren an den Kräften und machen reizbar. Die Wahl des Mittels stützt sich in der Praxis ausschließlich auf die Darmsymptome und ihre Modalitäten.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Durchfall unmittelbar nach dem Essen; ebenso nach dem Trinken von Wasser
Brennender Schmerz und Stuhldrang während und nach dem Stuhlgang; ruhrartige Entleerungen
Dunkler bis schwärzlicher, blutiger Stuhl; anhaltende Beschwerden nach dem Stuhlgang
Schweiß, der dem Stuhlgang vorausgeht; Kältegefühl im Rücken und entlang der Wirbelsäule während des Stuhlgangs
Krampfartige, kneifende Schmerzen im Unterbauch und in der Leistengegend vor dem Stuhlgang
Hitze ohne Durst; eingeklemmte Blähungen; nagender Magenschmerz nach dem Mittagessen; weicher Puls
Verschlechterung
  • Nach dem Essen
  • Nach dem Trinken von Wasser
  • Nach dem Stuhlgang
  • Nach durchzechten Nächten
  • Nach dem Mittagessen (Magenschmerz)
Verbesserung
  • Ruhe
  • Wärme im Rückenbereich
  • Abgang eingeklemmter Blähungen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Essen und Trinken, da unmittelbar Beschwerden folgen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Durchfall unmittelbar nach dem Essen aufgeführtBei ruhrartigen, blutigen Entleerungen verzeichnetBei brennendem Stuhldrang während und nach dem Stuhlgang genanntBei Schweiß vor dem Stuhlgang in den Repertorien vermerktBei Hitze ohne Durst aufgeführtBei eingeklemmten Blähungen mit Leistenschmerz verzeichnet

Abgrenzung

Aloe socotrina zeigt ebenfalls Stuhldrang gleich nach dem Essen, dort jedoch mit Unsicherheit des Schließmuskels und Besserung durch kalte Anwendungen. China officinalis steht bei schmerzlosem Durchfall mit Blähungen und großem Kräfteverlust. Podophyllum hat reichliche, schwallartige Morgendurchfälle. Für Trombidium sprechen die unmittelbare Auslösung durch Essen und Wassertrinken, das Brennen nach der Entleerung und der vorausgehende Schweiß.

Verwandte Mittel

Aloe socotrinaChina officinalisPodophyllum peltatumMercurius corrosivusArsenicum albumCroton tiglium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.