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Materia medica · Nr. 3422

Triticum repens

Tritic.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Triticum repens, die Gemeine Quecke (heute Elymus repens), ist ein weit verbreitetes Süßgras, dessen Wurzelstock in der Volksheilkunde seit langem bei Harnwegsbeschwerden verwendet wird. In der Homöopathie ist es ein kleines Mittel mit klarem Schwerpunkt: Der gesamte Repertoriumsbestand liegt bei der Blase. Kennzeichnend sind eine gereizte Blase, erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen sowie unwillkürlicher Harnabgang.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; das Mittel wird nach dem örtlichen Befund gewählt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Triticum repens gehört zu den kleinen, organbezogen verwendeten Mitteln der Harnwege; ein Konstitutions- oder Persönlichkeitsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet und hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein organbezogen als Harnwegsmittel geführtGereiztheit allenfalls als Folge des ständigen Harndrangs

Im Repertorium ist zu Triticum repens kein Gemütskapitel besetzt; alle Angaben liegen bei der Blase. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel entsprechend als örtlich wirkendes Harnwegsmittel. Was sich an seelischer Beteiligung beschreiben ließe, ergibt sich allein aus dem Zustand: Ein Mensch mit ständigem, schmerzhaftem Harndrang ist unruhig und angespannt, findet nachts keinen durchgehenden Schlaf und wird darüber reizbar. Ein eigenständiges Gemütsbild ist daraus nicht abzuleiten und wird hier nicht ausgeführt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Reizbarkeit der Blase mit häufigem, drängendem Harndrang - der Kern des schmalen Bestandes
Erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie)
Unwillkürlicher Harnabgang
Beschwerden des Wasserlassens allgemein, im Bestand als übergeordnete Zuordnung geführt
Die Literatur beschreibt daneben brennende Schmerzen in der Harnröhre und trüben Harn
Verschlechterung
  • Beim und nach dem Wasserlassen
  • Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Reizblase mit häufigem HarndrangErschwertes und schmerzhaftes WasserlassenUnwillkürlicher HarnabgangBeschwerden der Blase und der Harnröhre

Abgrenzung

Cantharis vesicatoria ist bei brennendem, schneidendem Harndrang das weit besser belegte Mittel, mit unerträglichem Brennen vor, während und nach dem Wasserlassen. Sarsaparilla officinalis zeigt den kennzeichnenden Schmerz am Ende des Wasserlassens, Equisetum hyemale den Schmerz, der vom Wasserlassen unbeeinflusst bleibt. Bei unwillkürlichem Harnabgang stehen Causticum und Pulsatilla pratensis im Vordergrund. Triticum repens bleibt demgegenüber ein Mittel ohne kennzeichnende Modalitäten und mit sehr schmalem Bestand.

Verwandte Mittel

Cantharis vesicatoriaSarsaparilla officinalisEquisetum hyemaleCausticumPetroselinum crispum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.