Triticum repens, die Gemeine Quecke (heute Elymus repens), ist ein weit verbreitetes Süßgras, dessen Wurzelstock in der Volksheilkunde seit langem bei Harnwegsbeschwerden verwendet wird. In der Homöopathie ist es ein kleines Mittel mit klarem Schwerpunkt: Der gesamte Repertoriumsbestand liegt bei der Blase. Kennzeichnend sind eine gereizte Blase, erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen sowie unwillkürlicher Harnabgang.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein organbezogen als Harnwegsmittel geführtGereiztheit allenfalls als Folge des ständigen Harndrangs
Im Repertorium ist zu Triticum repens kein Gemütskapitel besetzt; alle Angaben liegen bei der Blase. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel entsprechend als örtlich wirkendes Harnwegsmittel. Was sich an seelischer Beteiligung beschreiben ließe, ergibt sich allein aus dem Zustand: Ein Mensch mit ständigem, schmerzhaftem Harndrang ist unruhig und angespannt, findet nachts keinen durchgehenden Schlaf und wird darüber reizbar. Ein eigenständiges Gemütsbild ist daraus nicht abzuleiten und wird hier nicht ausgeführt.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Beim und nach dem Wasserlassen
- Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert
- Keine gesicherten Modalitäten überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
- Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Reizblase mit häufigem HarndrangErschwertes und schmerzhaftes WasserlassenUnwillkürlicher HarnabgangBeschwerden der Blase und der Harnröhre
Abgrenzung
Cantharis vesicatoria ist bei brennendem, schneidendem Harndrang das weit besser belegte Mittel, mit unerträglichem Brennen vor, während und nach dem Wasserlassen. Sarsaparilla officinalis zeigt den kennzeichnenden Schmerz am Ende des Wasserlassens, Equisetum hyemale den Schmerz, der vom Wasserlassen unbeeinflusst bleibt. Bei unwillkürlichem Harnabgang stehen Causticum und Pulsatilla pratensis im Vordergrund. Triticum repens bleibt demgegenüber ein Mittel ohne kennzeichnende Modalitäten und mit sehr schmalem Bestand.
Verwandte Mittel
Cantharis vesicatoriaSarsaparilla officinalisEquisetum hyemaleCausticumPetroselinum crispum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.