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Materia medica · Nr. 3419

Triosteum perfoliatum

Trios.

Auch: Trio

In 25 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Triosteum perfoliatum, in der amerikanischen Literatur als Fieberwurz oder wildes Ipecacuanha bekannt, ist eine wenig geprüfte Pflanzenarznei der Geißblattgewächse. Beschrieben wird ein grippeähnlicher Zustand mit Galleerbrechen, gallig gefärbtem Kopfschmerz, Steifigkeit der Gelenke und Nesselausschlag. Kennzeichnend ist ein Taubheitsgefühl in den Beinen nach dem Stuhlgang. Mit 25 Rubriken bleibt das Bild schmal und rein körperlich gezeichnet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; kein festgelegter Konstitutionstyp überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen aus der Prüfung keine belastbaren Angaben vor. Beschrieben wird der Zustand während eines fieberhaften, grippeähnlichen Krankseins: matt, zerschlagen, ohne Antrieb. Ein Wesensbild wurde daraus nicht abgeleitet.

Gemütsbild

kein eigenständiges Gemütsbild überliefertMattigkeit und Zerschlagenheit im fieberhaften Zustanddas Mittel ist über körperliche Erscheinungen charakterisiert

Für Triosteum perfoliatum sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die ältere amerikanische Literatur beschreibt das Mittel über Fieber, Verdauung, Gelenke und Haut. Was an seelischer Beteiligung genannt werden kann, ist die allgemeine Mattigkeit und Zerschlagenheit, wie sie fieberhafte Zustände mit sich bringen. Eine darüber hinausgehende Charakterisierung wäre nicht belegt und würde dem schmalen Prüfungsbild nicht gerecht.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Grippeähnlicher Zustand mit Zerschlagenheitsgefühl im ganzen Körper
Gallig gefärbter Kopfschmerz, in der Literatur mit Übelkeit und Erbrechen beschrieben
Taubheitsgefühl der Beine nach dem Stuhlgang — das eigentümlichste Zeichen des Mittels
Steifigkeit der Gelenke, besonders nach Ruhe
Nesselausschlag (Urtikaria)
Rückenschmerzen
Reichlicher Schweiß
Anhaltendes Fieber; die ältere Literatur nennt auch typhöse Zustände
Verschlechterung
  • nach dem Stuhlgang, mit Taubheit der Beine
  • nach Ruhe, durch die Gelenksteifigkeit
  • im fieberhaften Zustand
Verbesserung
  • durch fortgesetzte Bewegung, die die Steifigkeit löst
  • durch Schwitzen
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

grippeähnliche Zustände mit Zerschlagenheitgalliger Kopfschmerz mit ÜbelkeitGelenksteifigkeitNesselausschlagTaubheitsgefühl in den BeinenRückenschmerzen im Fieber

Abgrenzung

Eupatorium perfoliatum, das große Grippemittel mit dem Gefühl zerschlagener Knochen und heftigem Knochenschmerz, ist bei ähnlichen Zuständen weit besser belegt; Triosteum perfoliatum unterscheidet sich durch die Gelenksteifigkeit und den Nesselausschlag. Rhus toxicodendron zeigt ebenfalls Steifigkeit mit Besserung durch Bewegung, hat aber ein ausgearbeitetes Gesamtbild mit Ruhelosigkeit und Nässeempfindlichkeit. Bryonia alba steht bei Verschlimmerung durch jede Bewegung, also gerade gegenteilig.

Verwandte Mittel

Eupatorium perfoliatumRhus toxicodendronBryonia albaGelsemium sempervirensUrtica urens

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.