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Materia medica · Nr. 3412

Trifolium repens

Trif-r.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Trifolium repens, der Weißklee, ist ein kleines, eng umgrenztes Mittel aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Sein gesamtes überliefertes Bild dreht sich um die Speicheldrüsen: reichlicher Speichelfluss und Anschwellung der Ohrspeicheldrüse. In der älteren Materia medica wird es deshalb regelmäßig im Zusammenhang mit dem Mumps genannt.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist für Trifolium repens nicht beschrieben. Das Mittel ist über ein enges körperliches Symptomenbild und nicht über einen Patiententypus charakterisiert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Die vorhandenen Prüfungsdaten beschränken sich auf Mund, Gesicht und Drüsen; ein Gemütsbild wurde nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertMittel mit rein körperlicher SymptomatikBeschwerden können mit allgemeiner Missstimmung einhergehen, ohne dass dies charakteristisch wäre

Für Trifolium repens verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Die Substanz wurde nicht in einer breiten Arzneimittelprüfung untersucht; die überlieferten Angaben stammen aus wenigen Beobachtungen an der Speicheldrüse. Wer das Mittel erwägt, tut dies auf ein sehr umschriebenes körperliches Bild hin und nicht auf ein seelisches Thema. Eine Beschreibung des Gemüts wäre an dieser Stelle frei erfunden und unterbleibt daher. Bei Drüsenbeschwerden mit ausgeprägter Beteiligung des Gemüts sind breiter geprüfte Mittel zu vergleichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Reichlicher Speichelfluss, das am häufigsten genannte Zeichen des Mittels
Anschwellung der Ohrspeicheldrüse mit Schwellung der Wange und der Gesichtsseite
Spannungs- und Druckgefühl im Bereich der geschwollenen Drüse
Feuchter, unangenehm schmeckender Mund
Verschlechterung
  • Kauen und Schlucken bei geschwollener Drüse
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Ruhe und Wärme am betroffenen Teil
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Anschwellung der OhrspeicheldrüseVermehrter SpeichelflussKlassisch dem Mumps zugeordnetBeschwerden der Speicheldrüsen mit Spannungsgefühl

Abgrenzung

Bei Beschwerden der Ohrspeicheldrüse sind die klassischen, weit besser geprüften Mittel zuerst zu vergleichen: Mercurius solubilis mit übelriechendem Speichelfluss, schlaffer Zunge und nächtlicher Verschlechterung, Belladonna mit plötzlicher, heißer, hochroter Schwellung, Pulsatilla mit Beteiligung der Brustdrüsen oder Hoden im Verlauf und Rhus toxicodendron mit vorwiegend linksseitiger, dunkelroter Schwellung. Trifolium repens tritt daneben als kleines Mittel auf, dessen Bild sich in Speichelfluss und Drüsenschwellung erschöpft. Innerhalb der Kleearten ist Trifolium pratense, der Rotklee, zu unterscheiden, dessen Schwerpunkt eher auf Kehlkopf und Husten liegt.

Verwandte Mittel

Mercurius solubilisBelladonnaPulsatillaRhus toxicodendronTrifolium pratense

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.