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Materia medica · Nr. 3411

Trifolium pratense

Trif-p.

In 28 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Trifolium pratense, der Rotklee, ist eine in der homöopathischen Literatur nur knapp beschriebene Pflanzenarznei aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Das Repertorium ordnet sie vor allem dem Hals-, Kehlkopf- und Speicheldrüsenbereich zu: Reizhusten aus der Luftröhre, besonders nachts, wunder Halsschmerz und Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Mit 28 Rubriken in niedrigem Grad ist das Bild schmal; ein ausgearbeitetes Konstitutions- oder Gemütsbild liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; Trifolium pratense wird als kleines, überwiegend organbezogenes Mittel geführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Quellen beschreiben Trifolium pratense fast ausschließlich über lokale Beschwerden im Bereich von Hals, Drüsen und Atemwegen, nicht über eine Wesensart.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBeschwerden werden ganz überwiegend körperlich beschriebenBeeinträchtigung durch nächtlichen Reizhusten

Das Repertorium enthält für Trifolium pratense keine Gemütsrubriken. Auch die klassische Materia medica beschränkt sich bei diesem Mittel auf körperliche Erscheinungen, insbesondere im Bereich der Speicheldrüsen und der Atemwege. Was an seelischer Beteiligung genannt wird, ergibt sich mittelbar aus dem nächtlichen Husten und dem dadurch gestörten Schlaf. Eine Charakterisierung im Sinne der großen geprüften Mittel ist hier nicht möglich und sollte auch nicht ergänzt werden.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Reizhusten aus Luftröhre und Bronchien, besonders nachts und beim Betreten kühler Luft
Kratzen und Reizgefühl im Kehlkopf und in der Luftröhre
Wunder Halsschmerz, auch am Zäpfchen, mit Schleim im Hals
Schwellung der Ohrspeicheldrüse, in der Literatur im Zusammenhang mit Mumps genannt
Reichlicher Auswurf
Träge Verdauung mit Verstopfung; die Bauchspeicheldrüse ist als Ort verzeichnet
Verschlechterung
  • nachts
  • beim Einatmen von Luft, besonders kühler Luft
  • durch Reizung der Atemwege
Verbesserung
  • durch Ruhe
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Reizhusten mit nächtlicher Verschlimmerungwunder Halsschmerz mit SchleimbildungSchwellung der Ohrspeicheldrüsen, klassisch bei Mumps aufgeführtKehlkopf- und LuftröhrenreizungVerstopfung

Abgrenzung

Gegenüber Rumex crispus, dem großen Mittel des kitzelnden Kehlkopfhustens bei kühler Luft, ist Trifolium pratense weit schwächer belegt und trägt zusätzlich den Drüsenbezug. Von Mercurius solubilis, das bei Ohrspeicheldrüsenschwellung ausführlich beschrieben ist, unterscheidet es sich durch das Fehlen von Speichelfluss, Schweiß und Nachtverschlimmerung als Gesamtbild. Belladonna wird bei akuter, hochroter Drüsenschwellung geführt, Trifolium pratense dagegen ohne diese Entzündungsheftigkeit.

Verwandte Mittel

Rumex crispusMercurius solubilisBelladonnaPhytolacca decandra

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.