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Materia medica · Nr. 3387

Trachinus draco

Trach.

Auch: Trach-d.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Trachinus draco, das Petermännchen, ist ein im Sand der europäischen Küsten lauernder Fisch mit giftigen Stacheln an Rücken und Kiemendeckel. Als homöopathisches Mittel ist es kaum geprüft und nur mit wenigen Rubriken vertreten; die Repertorien führen es bei neuralgischen Schmerzen, asthmatischer Atmung, Geschwüren der Haut und bei Blutvergiftung auf. Das Bild folgt damit weitgehend dem, was die Toxikologie über den Stich des Tieres berichtet: rasend brennender Schmerz und eine schlecht heilende, zur Vereiterung neigende Wunde.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Ein konstitutionelles Bild ist für dieses Mittel nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine eigenen Rubriken vor. Die Berichte über Vergiftungen beschreiben eine ausgeprägte Unruhe und Erregung unter dem heftigen Schmerz, doch ist das eine Beobachtung an Verletzten und kein geprüftes Arzneimittelbild. Für eine Charakterisierung des Temperaments reicht die Datenlage nicht aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetAus der Toxikologie beschriebene Unruhe unter heftigem SchmerzKein geprüftes seelisches Bild überliefert

Zum Gemüt von Trachinus draco liegen in OpenHomeopath keine Rubriken vor, und auch die klassische Materia medica enthält kein ausgearbeitetes seelisches Bild. Was über den Zustand nach einem Stich berichtet wird, gehört in die Toxikologie: heftigste Schmerzen, Unruhe, Erschöpfung. Diese Angaben lassen sich nicht ohne Weiteres in ein homöopathisches Gemütsbild übersetzen. Das Mittel wird in der Praxis nach den wenigen körperlichen Anhaltspunkten und nach dem Analogiegedanken der Verletzung erwogen, nicht nach seelischen Zeichen.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Neuralgische Schmerzen, in den Allgemeinrubriken eigens verzeichnet
Asthmatische Atmung, erschwertes Atemholen
Geschwüre der Haut mit schlechter Heilungstendenz
Klinisch der Sepsis und Blutvergiftung zugeordnet
Beschwerden nach Stich- und Quetschverletzungen, entsprechend der Vergiftungswirkung des Fisches
Verschlechterung
  • Berührung der betroffenen Stelle
  • Ausbreitung des Schmerzes entlang der Nervenbahn
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Modalitäten verzeichnet
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Toxikologie nennt örtliche Wärmeanwendung, was als Prüfungsangabe nicht gesichert ist

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Die Datenbasis enthält keine Rubriken zu Speisen und Getränken
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Ein Verlangen- und Abneigungsbild wurde für dieses Mittel nie geprüft

In Repertorien häufig zugeordnet

Neuralgische Schmerzzustände, in Repertorien unter den Allgemeinsymptomen aufgeführtAsthmatische AtembeschwerdenSchlecht heilende HautgeschwüreKlinisch der Septikämie und Pyämie zugeordnetFolgen von Stichverletzungen, nach dem Analogiegedanken der Ursubstanz

Abgrenzung

Unter den Meerestieren ist Medusa als Quallenmittel bei Brennen und Quaddeln der Haut ungleich bekannter, Sepia als Tintenfischmittel gehört einem völlig anderen Bild an. Für neuralgische Schmerzen nach Stichverletzungen ist Hypericum perforatum das klassisch zugeordnete und weitaus besser belegte Mittel; Ledum palustre wird Stichwunden mit kühler, blasser Umgebung zugeordnet. Trachinus draco kommt nur dort in Betracht, wo die Substanzbeziehung selbst den Ausschlag gibt, und bleibt wegen der schmalen Datenbasis ein Randmittel.

Verwandte Mittel

Hypericum perforatumLedum palustreApis mellificaMedusaLachesis muta

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.