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Materia medica · Nr. 3384

Toxicophis pugnax

Toxi.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Toxicophis pugnax ist das potenzierte Gift der nordamerikanischen Wassermokassinotter, einer Grubenotter aus der Verwandtschaft von Lachesis und Crotalus. Das Mittel gehört zu den selten verwendeten Schlangenmitteln; Angaben dazu finden sich vor allem in älteren Sammelwerken der amerikanischen Homöopathie. In OpenHomeopath ist eine einzige Rubrik verzeichnet, die eine wahnhafte Empfindung von Gefahr betrifft.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; die Schlangenmittel werden allgemein weniger über den Körperbau als über Empfindungs- und Gemütsbilder charakterisiert.
Thermalitätin der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie vorliegende Rubrik weist auf ein angespanntes, bedrohungsgeneigtes Erleben hin, wie es für die Schlangengifte insgesamt beschrieben wird. Ein eigenständiges Temperamentsbild für Toxicophis pugnax ist jedoch nicht gesichert. Weitergehende Zuschreibungen stammen eher aus der Gruppencharakteristik der Schlangenmittel als aus Prüfungen dieses Mittels.

Gemütsbild

Empfindung, in Gefahr zu seinErwarten eines drohenden Unglücksinnere Anspannung, wie sie den Schlangenmitteln allgemein zugeschrieben wird

Die einzige verzeichnete Rubrik betrifft die Wahnidee, sich in Gefahr zu befinden, und ordnet Toxicophis pugnax damit in die Gruppe der Schlangenmittel ein, bei denen das Gefühl von Bedrohung ein wiederkehrendes Thema ist. Beschrieben wird ein Zustand, in dem Unheil erwartet wird, ohne dass ein greifbarer Anlass benannt werden kann. Über diese eine Angabe hinaus liegen kaum belastbare Gemütsdaten vor. Die klassische Materia medica führt das Mittel nur knapp und meist im Vergleich mit den größeren Schlangenmitteln. Ausführlichere Schilderungen des seelischen Bildes wären daher nicht gedeckt.

Ängste: Furcht vor drohender Gefahr, Furcht, es werde ein Unglück geschehen

Leitsymptome

Zur körperlichen Ebene liegt in der Datenbasis keine Rubrik vor; die einzige Angabe betrifft das Gemüt
Blutungsneigung und Zersetzungszeichen, wie sie den Grubenottergiften als Gruppe zugeschrieben werden
Beschwerden im Bereich der Wunde und ihrer Umgebung, aus der Toxikologie der Schlangengifte bekannt
Verschlechterung
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
  • für dieses Mittel liegen keine gesicherten Modalitäten vor
Verbesserung
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
  • für dieses Mittel liegen keine gesicherten Modalitäten vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Zustände mit anhaltender Empfindung von Bedrohung, entsprechend der vorliegenden RubrikÄngstliche Erwartung eines UnglücksFolgen von Schlangenbissen, in der älteren toxikologischen Literatur besprochen

Abgrenzung

Gegenüber Lachesis fehlen bei Toxicophis pugnax die charakteristische Gesprächigkeit, die Verschlimmerung nach dem Schlaf und die Unverträglichkeit von Enge am Hals; gegenüber Crotalus horridus fehlt das ausgeprägte Bild der Blutzersetzung. Verglichen mit Cenchris contortrix, der nächstverwandten Art, ist die Datenlage noch schmaler. Praktisch wird das Mittel meist erst erwogen, wenn ein Schlangenbild passt, die großen Vertreter der Gruppe aber nicht decken.

Verwandte Mittel

LachesisCrotalus horridusCenchris contortrixNaja tripudians

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.