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Materia medica · Nr. 3373

Titanium metallicum

Titan.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Titanium metallicum ist das metallische Element Titan, ein leichtes, sehr korrosionsbeständiges Übergangsmetall. In der Homöopathie ist es ein kleines, wenig geprüftes Mittel mit zwei auffälligen Angaben: Halbsichtigkeit, also der Ausfall einer Gesichtsfeldhälfte, und vorzeitiger Samenerguss mit sexueller Schwäche. Beide Züge stammen aus der älteren Materia medica und bilden zusammen mit dem schmalen Repertoriumsbestand den Kern des Bildes.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine gesicherten Angaben vor. In der Metallreihe wird Titan gelegentlich mit dem Thema von Härte bei gleichzeitiger Leichtigkeit in Verbindung gebracht - solche Zuschreibungen entstammen jedoch neueren systematischen Betrachtungen und nicht der Prüfungsliteratur. Sie werden hier nicht als gesichertes Bild dargestellt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur überwiegend über Sehstörung und Sexualfunktion beschriebenKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Im Repertorium sind zu Titanium metallicum keine Gemütsrubriken besetzt. Die klassische Materia medica führt das Mittel mit wenigen Zeilen und beschreibt es rein funktionell. Neuere Darstellungen der Metallreihe ordnen Titan Themen von Belastbarkeit und Erschöpfung der Leistungsfähigkeit zu; das sind systematische Überlegungen und keine Prüfungsergebnisse. Ein belastbares Gemütsbild lässt sich daraus nicht ableiten und wird hier bewusst nicht ausgeführt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Halbsichtigkeit (Hemiopie) - es wird nur die Hälfte eines Gegenstandes wahrgenommen; die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Vorzeitiger Samenerguss, im Repertorium ausdrücklich als zu früh erfolgend geführt
Sexuelle Schwäche mit rascher Erschöpfung
Sehstörungen allgemein, im Bestand als übergeordnete Zuordnung geführt
Die Literatur nennt daneben flimmernde Erscheinungen vor den Augen
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Halbsichtigkeit und GesichtsfeldausfälleVorzeitiger SamenergussSexuelle SchwächeSehstörungen

Abgrenzung

Bei Halbsichtigkeit sind Lycopodium clavatum, Lithium carbonicum, Aurum metallicum und Calcarea carbonica die breiter belegten Mittel; Lycopodium zeigt dabei meist den Ausfall der rechten Gesichtsfeldhälfte im Rahmen eines vollständigen Konstitutionsbildes. Bei vorzeitigem Samenerguss stehen Lycopodium clavatum, Selenium metallicum und Phosphoricum acidum im Vordergrund, jeweils mit reicherem Symptomenbild. Titanium bleibt ein Mittel mit sehr schmalem Bestand, das vor allem durch das Zusammentreffen beider Züge auffällt.

Verwandte Mittel

Lycopodium clavatumAurum metallicumSelenium metallicumLithium carbonicumPhosphoricum acidum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.