Thlaspi bursa pastoris, das Hirtentäschelkraut, ist in der Materia medica das Mittel der Blutungsneigung. Kennzeichnend sind Blutaustritte in die Haut, kleine Wunden, die auffällig stark bluten, und Blutungen im Inneren des Körpers. Bei Frauen stehen langdauernde, gehäufte Blutungen aus der Gebärmutter im Vordergrund, verbunden mit einem Gefühl von Schwäche im Unterleib und im Bereich der Schulterblätter.
Konstitution
Gemütsbild
Zwang, umhergehen zu müssenUnruhe bei gleichzeitiger ErschöpfungKein eigenständiges Gemütsbild in den RubrikenMattigkeit im Zusammenhang mit Blutverlusten
Thlaspi bursa pastoris ist über die Blutungsneigung erschlossen und nicht über das Gemüt; die vorliegenden Rubriken enthalten keinen Eintrag im Gemütskapitel. Bemerkenswert ist eine Angabe aus den allgemeinen Empfindungen: der Drang, gehen zu müssen. Er beschreibt eine körperliche Getriebenheit, die schwer in Einklang zu bringen ist mit der ausgeprägten Schwäche, die das Mittel sonst kennzeichnet. Die klassische Literatur beschreibt darüber hinaus keine seelische Thematik. Wer dieses Mittel erwägt, findet es über die Art der Blutung, die Schwäche zwischen den Schulterblättern und die Modalitäten - nicht über ein Charakterbild.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kalter Nordwind
- Sprechen, für die Ohrenbeschwerden
- Bewegung und Anstrengung bei bestehender Blutung
- Anhaltendes Stehen
- Waschen und Baden des betroffenen Teils
- Druck, besonders auf die Ohren
- Nach dem Essen, wodurch der Frost nachlässt
- Ruhiges Liegen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Blutaustritten in die Haut im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Blutungen aus der Gebärmutter mit ausgeprägter SchwächeBei kleinen Wunden, die stark bluten, verzeichnetBei Blutungen im Körperinneren genanntBei Husten mit blutigem Auswurf aufgeführtBei weißem Ausfluss vor der Regel beschriebenBei Kolik in der Lebergegend verzeichnet
Abgrenzung
Trillium pendulum steht bei hellroten, reichlichen Blutungen mit dem Gefühl, als fielen die Hüften auseinander, und Besserung durch festes Binden. Sabina zeigt Blutungen mit Schmerz vom Kreuz zur Schambeinfuge und Verschlimmerung durch Wärme. Ustilago maydis hat dunkle, klumpige Blutungen mit Wallungen. China officinalis kommt nach dem Blutverlust in Betracht, mit Schwäche, Ohrensausen und Berührungsempfindlichkeit. Für Thlaspi bursa pastoris sprechen die leichte Neigung zu blauen Flecken, die stark blutenden kleinen Wunden und die Schwäche zwischen den Schulterblättern.
Verwandte Mittel
Trillium pendulumSabinaUstilago maydisChina officinalisMillefoliumPhosphorus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.