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Materia medica · Nr. 3333

Thevetianeri folia

Thev.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Thevetia neriifolia, der Gelbe Oleander, ist ein tropisches Hundsgiftgewächs, dessen Samen herzwirksame Glykoside enthalten und in warmen Ländern zu schweren Vergiftungen führen. Die homöopathische Datenbasis ist sehr schmal und spiegelt im Wesentlichen das Vergiftungsbild: Reizung im Hals, Erbrechen, Durchfall und ausgeprägte Schläfrigkeit. Ein durchgeprüftes Arzneimittelbild im Sinne der klassischen Materia medica liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; die verfügbaren Angaben stammen aus akuten Zuständen, nicht aus einer chronischen Beschreibung.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Auffällig ist allein die im Kapitel Schlaf verzeichnete Schläfrigkeit, die zum bekannten Bild einer allgemeinen Dämpfung bei Einwirkung herzwirksamer Pflanzengifte passt.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken überliefertAusgeprägte Schläfrigkeit als einzige übergreifende AngabeIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Thevetia neriifolia sind keine Rubriken aus dem Kapitel Gemüt hinterlegt. Die Substanz ist toxikologisch gut beschrieben, homöopathisch dagegen kaum geprüft. Was vorliegt, sind Erscheinungen des Verdauungstraktes und eine deutliche Schläfrigkeit. Ein Gemütsbild lässt sich daraus nicht ableiten, und es wird hier auch nicht ergänzt. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die wenigen körperlichen Angaben und auf die Verwandtschaft zu den übrigen herzwirksamen Pflanzen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erbrechen - eine der deutlichsten Angaben der schmalen Datenbasis
Durchfall
Beschwerden im inneren Hals, in der Vergiftungslehre als Brennen und Reizung beschrieben
Ausgeprägte Schläfrigkeit
Die Substanz gehört zu den herzwirksamen Hundsgiftgewächsen; in der Toxikologie stehen Herzrhythmusstörungen im Vordergrund
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Erbrechen aufgeführtIn Repertorien bei Durchfall genanntIn Repertorien bei Beschwerden des inneren Halses verzeichnetIn Repertorien bei Schläfrigkeit aufgeführt

Abgrenzung

Innerhalb der herzwirksamen Pflanzen ist Nerium oleander, der Echte Oleander, das nächstverwandte und deutlich besser geprüfte Mittel; es zeigt neben den Magen-Darm-Erscheinungen ein ausgearbeitetes Bild mit Kopfhautausschlägen und Schwächezuständen. Digitalis purpurea steht bei Übelkeit mit Herzbezug und dem Gefühl, das Herz stehe still, wenn man sich bewege. Strophanthus und Convallaria gehören derselben Wirkgruppe an. Thevetia bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr schmaler Datenbasis, das nur bei genauer Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht kommt.

Verwandte Mittel

Nerium oleanderDigitalis purpureaStrophanthus hispidusConvallaria majalisApocynum cannabinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.