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Materia medica · Nr. 3328

Thea chinensis

Thea.

In 360 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Thea chinensis ist der Teestrauch; das Mittel wurde am Bild des übermäßigen Teegenusses erschlossen. Im Vordergrund steht eine nervöse Übererregung mit Angst, gesteigerter Reizbarkeit und Herzklopfen bei zugleich ausgeprägter Empfindlichkeit gegenüber Berührung und Bewegung. Kennzeichnend ist die Empfindung, als sei irgendwo Blut ausgetreten, sowie ein wechselhafter Gemütszustand zwischen Aufgeregtheit und übermütiger Heiterkeit.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben. Beschrieben ist das Mittel bei nervös überreizten Menschen, häufig bei Frauen mit Beschwerden im Zusammenhang mit dem Zyklus.
Thermalitätwechselnd
TemperamentBeschrieben wird eine reizbare, leicht erregbare und zugleich empfindliche Verfassung. Stimmungen wechseln rasch zwischen Angst, Verdrießlichkeit und übertriebener Heiterkeit. Die Wahrnehmung ist überscharf, jede Erschütterung wird als unangenehm empfunden.

Gemütsbild

Angst, in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnetAufgeregtheit und leichte ErregbarkeitVerdrießlichkeit und MissmutAuffallende Heiterkeit im Wechsel mit gedrückter StimmungMisstrauen

Das Gemütsbild von Thea ist das der nervösen Übererregung. Die Angst steht in den Repertorien im höchsten Grad und ist häufig mit Herzklopfen und Beklemmung verbunden. Daneben verzeichnen die Rubriken Aufgeregtheit, leichte Erregbarkeit, Verdrießlichkeit, Misstrauen und, auffällig danebenstehend, ausgesprochene Heiterkeit. Die klassische Materia medica beschreibt genau diesen Wechsel: eine gehobene, geschwätzige, überwache Stimmung, die unvermittelt in Angst, Reizbarkeit und Weinerlichkeit umschlägt. Der Schlaf ist gestört, Gedanken drängen sich auf, jede Kleinigkeit erregt. Beschrieben wird auch die Abneigung, sich zu waschen.

Ängste: Angst mit Herzklopfen und Beklemmung, Nächtliche Unruhe und Angst bei aufgedrängten Gedanken, Misstrauen gegenüber der Umgebung

Leitsymptome

Empfindung, als sei Blut in das Gewebe ausgetreten; in den Rubriken das am stärksten besetzte Zeichen der Empfindungen
Herzklopfen mit unregelmäßigem, aussetzendem Herzschlag; voller Puls
Beklemmung und Zusammenschnüren hinter dem Brustbein
Trockener Mund mit vermindertem Speichelfluss; saures Aufstoßen und Übersäuerung des Magens
Übelkeit mit Ekel vor Speisen; Erbrechen wird verzeichnet
Wund-zerschlagene Schmerzen am Körper, Empfindlichkeit gegen Bewegung und Erschütterung, Abschuppung an den Fingerkuppen
Verschlechterung
  • Erschütterung und Bewegung
  • Nach dem Frühstück
  • Während der Menstruation
  • Nachts, mit Unruhe und aufgedrängten Gedanken
  • Waschen und Berührung
Verbesserung
  • Nach dem Genuss von Fleischspeisen, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
  • Ruhe und ungestörte Umgebung
  • Frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Saures und Säuerliches
Abneigung
  • Abneigung gegen Tee
  • Abneigung gegen Wasser
  • Abneigung gegen Speisen überhaupt, mit rascher Sättigung

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nervöser Übererregung mit Angst im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Herzklopfen mit unregelmäßigem HerzschlagBei Beklemmung hinter dem Brustbein verzeichnetBei Magenbeschwerden mit Übersäuerung, saurem Aufstoßen und Ekel vor Speisen genanntBei Schlaflosigkeit mit aufgedrängten Gedanken beschriebenBei Beschwerden im Zusammenhang mit der Menstruation aufgeführt

Abgrenzung

Coffea cruda teilt die nervöse Übererregung mit überwacher Wahrnehmung und Schlaflosigkeit, zeigt jedoch stärker die Überempfindlichkeit gegen Schmerz und die freudige Erregung. Nux vomica steht bei Folgen von Reizmitteln im Vordergrund, mit Reizbarkeit, Krampfneigung und Verstopfung statt der Thea-typischen Angst mit Herzklopfen. Ignatia zeigt den raschen Stimmungswechsel und das Klumpengefühl im Hals, ohne die Übersäuerung des Magens. Für Thea spricht die Verbindung von Angst, unregelmäßigem Herzschlag, saurem Magen und der Besserung durch Fleischspeisen.

Verwandte Mittel

Coffea crudaNux vomicaIgnatia amaraKalium phosphoricumCactus grandiflorusArgentum nitricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.