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Materia medica · Nr. 301

Teucrium marum

Teucr.

In 3.287 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Teucrium marum verum, der Katzengamander, wird in der Materia medica als Mittel der Polypen und der Nasenreizung beschrieben. Kennzeichnend sind ein ständiger Drang, sich zu schneuzen, ohne dass die Nase frei wird, Kribbeln und Jucken in der Nase mit fortwährendem Zupfen daran sowie Krabbeln am After bei Madenwürmern. Auffällig ist die Verschlimmerung durch Weinen und durch das Erzählen der eigenen Beschwerden.

Konstitution

KörperbauHäufig bei Kindern beschrieben; ein eigener Konstitutionstyp ist in der Literatur nicht näher ausgeführt.
Thermalitätfrostig
TemperamentVerzeichnet sind Erregung beim Schwitzen, unwillkürliches Singen und die Verschlimmerung durch Weinen sowie durch das Erzählen der Symptome. Beschrieben wird eine leicht erregbare, unruhige Verfassung, die sich beim Sprechen über die eigenen Beschwerden aufschaukelt.

Gemütsbild

Erregung, die beim Schwitzen zunimmtVerschlimmerung durch Weinen und durch das Erzählen der BeschwerdenUnwillkürliches Singen

Die Repertorien führen für Teucrium eine Reihe ungewöhnlicher Gemütsangaben: Erregung beim Schwitzen im höchsten Grad, dazu Singen, teils unwillkürlich, sowie die Beobachtung, dass sich die Beschwerden durch Weinen und durch das Erzählen der eigenen Symptome verschlimmern. Beschrieben wird damit eine leicht erregbare, nervöse Verfassung, in der Aufregung unmittelbar auf den Körper durchschlägt. Auch Frost nach Erregung und nach Zorn ist verzeichnet. Ein umfassenderes seelisches Bild liegt für dieses Mittel nicht vor.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, Beschrieben wird eher nervöse Erregbarkeit als ausgeprägte Furcht

Leitsymptome

Ständiger Drang, sich zu schneuzen, ohne dass die Nase frei wird; Verstopfung der Nase mit Kribbeln und Jucken innen, dazu fortwährendes Zupfen an der Nase
Polypen an verschiedenen Orten: in Nase, Ohr, Blase, Gebärmutter und Mastdarm
Krabbeln und Kribbeln am After, in den Repertorien im Zusammenhang mit Madenwürmern aufgeführt; brennende Schmerzen am After nach Abgang von Blähungen
Reichlicher, lauter Abgang von Blähungen
Anhaltender Schluckauf; Leeregefühl im Magen, das durch Essen nicht besser wird
Eingewachsene Zehennägel; trockene Haut, Feigwarzen
Verschlechterung
  • Naseschneuzen
  • Weinen und Erzählen der eigenen Beschwerden
  • Kalte Getränke
  • Vormittags
  • Bei Vollmond
Verbesserung
  • Lagewechsel
  • Frische Luft
  • In den vorliegenden Rubriken darüber hinaus nicht ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Verlangen nach salzigen Speisen
  • Leeregefühl im Magen, das durch Essen nicht gestillt wird
Abneigung
  • Kalte Getränke werden schlecht vertragen
  • Weitere Abneigungen in der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Polypen der Nase, des Ohrs, der Blase und der Gebärmutter aufgeführtKlassisch zugeordnet zu chronischer Nasenverstopfung mit ständigem SchneuzdrangBei Madenwürmern mit Jucken und Krabbeln am After genanntBei Heuschnupfen verzeichnetBei Schluckauf in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Cina ist der nächste Vergleich beim Wurmbefall von Kindern, dort steht jedoch das Bohren in der Nase zusammen mit ausgeprägter Reizbarkeit und Widerspenstigkeit im Vordergrund, während Teucrium mehr das Kribbeln und den Schneuzdrang zeigt. Calcium carbonicum und Sanguinaria werden ebenfalls bei Polypen genannt, ohne die charakteristische Nasenreizung. Von Silicea, das bei chronischer Nasenverstopfung in Betracht kommt, unterscheidet Teucrium das Fehlen der ausgeprägten Frostigkeit und Eiterungsneigung.

Verwandte Mittel

CinaSanguinaria canadensisSiliceaCalcium carbonicumIgnatia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.