Teucrium marum verum, der Katzengamander, wird in der Materia medica als Mittel der Polypen und der Nasenreizung beschrieben. Kennzeichnend sind ein ständiger Drang, sich zu schneuzen, ohne dass die Nase frei wird, Kribbeln und Jucken in der Nase mit fortwährendem Zupfen daran sowie Krabbeln am After bei Madenwürmern. Auffällig ist die Verschlimmerung durch Weinen und durch das Erzählen der eigenen Beschwerden.
Konstitution
Gemütsbild
Erregung, die beim Schwitzen zunimmtVerschlimmerung durch Weinen und durch das Erzählen der BeschwerdenUnwillkürliches Singen
Die Repertorien führen für Teucrium eine Reihe ungewöhnlicher Gemütsangaben: Erregung beim Schwitzen im höchsten Grad, dazu Singen, teils unwillkürlich, sowie die Beobachtung, dass sich die Beschwerden durch Weinen und durch das Erzählen der eigenen Symptome verschlimmern. Beschrieben wird damit eine leicht erregbare, nervöse Verfassung, in der Aufregung unmittelbar auf den Körper durchschlägt. Auch Frost nach Erregung und nach Zorn ist verzeichnet. Ein umfassenderes seelisches Bild liegt für dieses Mittel nicht vor.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, Beschrieben wird eher nervöse Erregbarkeit als ausgeprägte Furcht
Leitsymptome
- Naseschneuzen
- Weinen und Erzählen der eigenen Beschwerden
- Kalte Getränke
- Vormittags
- Bei Vollmond
- Lagewechsel
- Frische Luft
- In den vorliegenden Rubriken darüber hinaus nicht ausgewiesen
Verlangen und Abneigungen
- Verlangen nach salzigen Speisen
- Leeregefühl im Magen, das durch Essen nicht gestillt wird
- Kalte Getränke werden schlecht vertragen
- Weitere Abneigungen in der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Polypen der Nase, des Ohrs, der Blase und der Gebärmutter aufgeführtKlassisch zugeordnet zu chronischer Nasenverstopfung mit ständigem SchneuzdrangBei Madenwürmern mit Jucken und Krabbeln am After genanntBei Heuschnupfen verzeichnetBei Schluckauf in der Literatur beschrieben
Abgrenzung
Cina ist der nächste Vergleich beim Wurmbefall von Kindern, dort steht jedoch das Bohren in der Nase zusammen mit ausgeprägter Reizbarkeit und Widerspenstigkeit im Vordergrund, während Teucrium mehr das Kribbeln und den Schneuzdrang zeigt. Calcium carbonicum und Sanguinaria werden ebenfalls bei Polypen genannt, ohne die charakteristische Nasenreizung. Von Silicea, das bei chronischer Nasenverstopfung in Betracht kommt, unterscheidet Teucrium das Fehlen der ausgeprägten Frostigkeit und Eiterungsneigung.
Verwandte Mittel
CinaSanguinaria canadensisSiliceaCalcium carbonicumIgnatia
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.