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Materia medica · Nr. 3292

Teplitz aqua

Tep.

In 509 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Teplitz aqua ist das potenzierte Thermalwasser der böhmischen Heilquellen von Teplitz (Teplice). Es gehört zu den Quellwassermitteln, die im 19. Jahrhundert geprüft und vor allem bei rheumatischen und knochenbezogenen Beschwerden erörtert wurden. Die vorliegenden Rubriken sind überwiegend von geringem Grad; im Vordergrund stehen Kältegefühle an einzelnen Gliedabschnitten, Knacken der Gelenke und Wadenkrämpfe.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; die Prüfungsgrundlage ist schmal und die verzeichneten Rubriken sind überwiegend schwach ausgeprägt.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenständiges Gemütsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert. Die vorliegenden Rubriken betreffen ausschließlich körperliche Zeichen. Beschrieben wird allgemein eine Neigung zu Steifheit und Beschwerden des Knochen- und Gelenksystems.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBeschwerden vorwiegend körperlich beschriebenSchmale PrüfungsgrundlageWechselnder, launischer Appetit als einziger Hinweis auf ein Befindenszeichen

Zum Gemüt liegen für Teplitz aqua keine Rubriken vor. Auch die klassische Literatur beschreibt kein ausgearbeitetes seelisches Bild; das Mittel gehört zu den nur unvollständig geprüften Quellwassermitteln. Der einzige Hinweis, der über rein körperliche Zeichen hinausweist, ist der in den Repertorien verzeichnete launische Appetit: Es besteht Hunger, ohne dass klar wäre, worauf, und angebotene Speisen werden abgelehnt. Weitergehende Aussagen zum Gemütsbild wären an dieser Stelle nicht belegt und unterbleiben daher.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kältegefühl an einzelnen Gliedabschnitten, besonders an den Oberschenkeln, auch an Händen, Schultern und Oberarmen, dort wie von einem Windzug
Knacken der Gelenke, verzeichnet an Ellenbogen, Knie und Handgelenk; Zusammenziehen im Ellenbogen
Wadenkrämpfe, besonders im Schlaf
Steifheit und Beschwerden des Knochensystems
Entzündung der Bindehaut mit Brennen und drückendem Augenschmerz
Schwere- und Völlegefühl im Bauch mit Blähungen; drückende Unterbauchschmerzen vor der Menstruation, die zu den Geschlechtsteilen ziehen
Verschlechterung
  • Kälte und Zugluft
  • Im Schlaf (Wadenkrämpfe)
  • Vor der Menstruation (Unterbauchschmerzen)
  • Ruhe und längeres Verharren (Steifheit)
Verbesserung
  • Wärme
  • Bewegung nach anfänglicher Steifheit
  • In den vorliegenden Rubriken sind nur wenige Besserungen ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Heißhunger, teils übermäßig
  • Launischer Appetit: Hunger ohne bestimmtes Verlangen
Abneigung
  • Fleisch

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Kältegefühl einzelner Gliedabschnitte aufgeführtBei Knacken der Gelenke und Steifheit verzeichnetBei Wadenkrämpfen im Schlaf genanntBei Beschwerden des Knochensystems in der Literatur erörtertBei Bindehautentzündung mit Brennen in den Repertorien vermerkt

Abgrenzung

Andere Quellwassermittel wie Wiesbaden aqua und Sanicula aqua stehen in derselben Gruppe und wurden ebenfalls bei rheumatischen und knochenbezogenen Zuständen erörtert; Sanicula ist deutlich besser ausgearbeitet und zeigt einen ausgeprägten Bezug zu Kindern mit übelriechendem Schweiß. Calcium carbonicum und Calcium phosphoricum decken das Knochen- und Gelenkthema mit weit vollständigeren Bildern ab. Wegen der schmalen Prüfungsgrundlage von Teplitz aqua sollte die Wahl auf klar übereinstimmende Einzelzeichen gestützt werden.

Verwandte Mittel

Sanicula aquaWiesbaden aquaCalcium carbonicumCalcium phosphoricumRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.