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Materia medica · Nr. 299

Tellurium metallicum

Tell.

In 1.232 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tellurium metallicum, das Halbmetall Tellur, wird in der Materia medica vor allem als Haut- und Ohrmittel beschrieben. Kennzeichnend sind ringförmige, kreisrunde Hautausschläge mit heftigem Juckreiz, eine wässrige, scharfe Ohrabsonderung von auffallendem Geruch sowie ein Ischiasschmerz, der sich beim Lachen und Pressen verschlimmert. Alle Absonderungen und der Schweiß werden als stark riechend beschrieben.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; beschrieben werden Menschen mit chronischer Hautneigung.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen in den Rubriken keine belastbaren Angaben vor. Die Literatur beschreibt eine berührungsempfindliche, empfindsame Verfassung, ohne ein eigenständiges seelisches Grundthema zu entwickeln.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenEmpfindlichkeit gegen Berührung der betroffenen StellenDas Mittelbild ist überwiegend körperlich geprägt

Zu Tellurium metallicum liegen in den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Gemütssymptome vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel im Wesentlichen über Haut, Ohren, Augen und den Rücken. Erwähnt wird eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegen Berührung der leidenden Stellen; ein weitergehendes seelisches Bild wird nicht überliefert. Angaben zum Gemüt sollten deshalb zurückhaltend beurteilt und nicht über die Quellenlage hinaus ausgedeutet werden.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kreisrunde, ringförmige Hautausschläge mit Bläschen und heftigem Juckreiz; feuchter, nässender Herpes
Wässrige, teils blutige und übelriechende Absonderung aus dem Ohr mit Juckreiz im Gehörgang; brennende, wehe Ohrenschmerzen
Entzündete, verdickte und ödematös geschwollene Augenlider mit rotem Lidrand und Absonderung von Schleim oder Eiter
Ischiasschmerz, in der Literatur besonders rechtsseitig und mit Verschlimmerung beim Lachen, Husten und Pressen beschrieben
Wunder, intensiver Rückenschmerz im Kreuzbeinbereich, verschlimmert während des Stuhlgangs
Empfindlichkeit der Knochen; ausstrahlende Schmerzen
Stark und unangenehm riechender Schweiß, besonders in den Achselhöhlen
Wässriger Fließschnupfen; Heiserkeit; Schwindel nach dem Aufstehen
Verschlechterung
  • Nachts
  • Berührung der betroffenen Stellen
  • Lachen, Husten und Pressen bei Rücken- und Ischiasbeschwerden
  • Aufstehen, mit Schwindel
  • Bewegung bei Kopfschmerz
Verbesserung
  • Ruhe
  • Kühle Anwendungen bei brennendem Juckreiz, in der Literatur erwähnt
  • Vermeiden von Berührung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht weiter ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei ringförmigen, juckenden Hautausschlägen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Ohrbeschwerden mit wässriger, übelriechender AbsonderungBei Entzündung und Schwellung der Augenlider verzeichnetBei Ischiasbeschwerden mit Verschlimmerung durch Lachen und Pressen genanntBei Kreuzschmerzen mit Wundheitsgefühl in der Literatur beschriebenBei stark riechendem Schweiß aufgeführt

Abgrenzung

Sepia teilt die ringförmigen, kreisrunden Hautausschläge, zeigt aber das kennzeichnende Herabdrängen im Becken und die Gleichgültigkeit gegenüber Angehörigen. Selenium, das Tellurium chemisch nahesteht, betont Schwäche, Haarausfall und fettige Haut. Graphites hat ebenfalls nässende Ausschläge, dabei jedoch honigartige, klebrige Absonderung. Für Tellurium sprechen die Verbindung von kreisförmigem Ausschlag, wässriger Ohrabsonderung und der Ischiasschmerz mit Verschlimmerung beim Lachen und Pressen.

Verwandte Mittel

SepiaSeleniumGraphitesAllium cepaSiliceaRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.