Tellurium metallicum, das Halbmetall Tellur, wird in der Materia medica vor allem als Haut- und Ohrmittel beschrieben. Kennzeichnend sind ringförmige, kreisrunde Hautausschläge mit heftigem Juckreiz, eine wässrige, scharfe Ohrabsonderung von auffallendem Geruch sowie ein Ischiasschmerz, der sich beim Lachen und Pressen verschlimmert. Alle Absonderungen und der Schweiß werden als stark riechend beschrieben.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenEmpfindlichkeit gegen Berührung der betroffenen StellenDas Mittelbild ist überwiegend körperlich geprägt
Zu Tellurium metallicum liegen in den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Gemütssymptome vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel im Wesentlichen über Haut, Ohren, Augen und den Rücken. Erwähnt wird eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegen Berührung der leidenden Stellen; ein weitergehendes seelisches Bild wird nicht überliefert. Angaben zum Gemüt sollten deshalb zurückhaltend beurteilt und nicht über die Quellenlage hinaus ausgedeutet werden.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts
- Berührung der betroffenen Stellen
- Lachen, Husten und Pressen bei Rücken- und Ischiasbeschwerden
- Aufstehen, mit Schwindel
- Bewegung bei Kopfschmerz
- Ruhe
- Kühle Anwendungen bei brennendem Juckreiz, in der Literatur erwähnt
- Vermeiden von Berührung
- In den vorliegenden Rubriken nicht weiter ausgewiesen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei ringförmigen, juckenden Hautausschlägen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Ohrbeschwerden mit wässriger, übelriechender AbsonderungBei Entzündung und Schwellung der Augenlider verzeichnetBei Ischiasbeschwerden mit Verschlimmerung durch Lachen und Pressen genanntBei Kreuzschmerzen mit Wundheitsgefühl in der Literatur beschriebenBei stark riechendem Schweiß aufgeführt
Abgrenzung
Sepia teilt die ringförmigen, kreisrunden Hautausschläge, zeigt aber das kennzeichnende Herabdrängen im Becken und die Gleichgültigkeit gegenüber Angehörigen. Selenium, das Tellurium chemisch nahesteht, betont Schwäche, Haarausfall und fettige Haut. Graphites hat ebenfalls nässende Ausschläge, dabei jedoch honigartige, klebrige Absonderung. Für Tellurium sprechen die Verbindung von kreisförmigem Ausschlag, wässriger Ohrabsonderung und der Ischiasschmerz mit Verschlimmerung beim Lachen und Pressen.
Verwandte Mittel
SepiaSeleniumGraphitesAllium cepaSiliceaRhus toxicodendron
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.