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Materia medica · Nr. 298

Tartari acidum

Tart-ac.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tartari acidum, die Weinsäure, ist eine in Weintrauben und anderen Früchten natürlich vorkommende Fruchtsäure; als Weinstein setzt sie sich in Fässern und Flaschen ab. In der homöopathischen Literatur ist sie ein kleines Mittel mit wenigen, aber genau umrissenen Zeichen: Die Repertorien führen sie bei Fersenschmerz, bei Magenentzündung und beim Schäumen des Mundes. Größere Vergiftungsmengen wirken stark ätzend auf den Verdauungskanal, worauf sich die Magenzeichen stützen.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben; das Mittel ist über einzelne Zeichen bestimmt, nicht über einen Habitus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnet; das Mittel wird über Magen, Mund und Ferse bestimmt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Magen, Mund und Fuß erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Tartari acidum enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Weinsäure gehört zu den Fruchtsäuren, die in der homöopathischen Materia medica als eigene kleine Gruppe geführt werden; ihre Zeichen beruhen überwiegend auf toxikologischen Beobachtungen. Beschrieben werden heftige Reizung von Mund, Speiseröhre und Magen mit Erbrechen und Schaum vor dem Mund, wie sie nach Aufnahme größerer Mengen auftreten. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt; die Säuremittel mit Gemütsbild sind Acidum phosphoricum, Acidum nitricum und Acidum picricum. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der Ferse, in den Rubriken ausdrücklich als eigener Eintrag geführt – das genaueste Zeichen der vorliegenden Daten
Entzündung des Magens mit Brennen und Reizung der Schleimhaut
Schaum vor dem Mund, in den Rubriken als eigener Eintrag verzeichnet
Die toxikologische Literatur beschreibt darüber hinaus heftiges Erbrechen, Brennen in der Speiseröhre und große Hinfälligkeit nach Aufnahme größerer Mengen
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Für Fersenschmerz wird allgemein Verschlechterung beim Auftreten und beim ersten Gehen beschrieben, ohne dass dies für dieses Mittel geprüft wäre
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Fersenschmerz aufgeführtBei Magenentzündung verzeichnetBei Schaum vor dem Mund in den Rubriken geführt

Abgrenzung

Phytolacca decandra ist das nächstliegende Vergleichsmittel beim Fersenschmerz und in der Datenbank ausdrücklich als verwandtes Mittel hinterlegt; es zeigt den brennenden Schmerz beim Auftreten und die kennzeichnende Verschlechterung durch feuchtkaltes Wetter. Ammonium muriaticum wird bei Fersenschmerz mit dem Gefühl zu kurzer Sehnen genannt, Valeriana officinalis bei stechendem Fersenschmerz im Sitzen. Bei ätzender Magenreizung sind Arsenicum album und Acidum nitricum zu bedenken. Tartari acidum bleibt ein kleines Mittel, dessen Anwendung sich auf die wenigen verzeichneten Zeichen stützt.

Verwandte Mittel

Phytolacca decandraAmmonium muriaticumValeriana officinalisArsenicum albumAcidum nitricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.