Tanghinia venenifera (auch Cerbera tanghin) ist ein Hundsgiftgewächs aus Madagaskar, dessen Samen als Gottesurteilsgift verwendet wurden und herzwirksame Glykoside enthalten. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel; die vorliegenden Rubriken führen es bei Lähmungen und bei Erbrechen. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild existiert nicht.
Konstitution
Gemütsbild
keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBenommenheit und Betäubung, wie sie die Vergiftungsberichte beschreibenSchwäche und Teilnahmslosigkeit
In OpenHomeopath sind für Tanghinia venenifera keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Was über die Substanz bekannt ist, stammt aus toxikologischen Berichten: Betäubung, Bewusstseinstrübung und zunehmende Schwäche gehören zum Bild der Vergiftung, sind aber keine geprüften homöopathischen Gemütssymptome. Eine seelische Charakteristik im Sinne der ausgearbeiteten Mittel lässt sich daraus nicht ableiten. Das Mittel wird über die beiden verzeichneten körperlichen Zuordnungen gefunden.
Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
- in der Literatur nicht näher beschrieben
- keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
- in der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- keine charakteristischen Verlangen überliefert
- keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Lähmungserscheinungen, in Repertorien Tanghinia zugeordnetErbrechen und Magenbeschwerdendarüber hinaus liegen keine belastbaren Zuordnungen vor
Abgrenzung
Tanghinia ist ein Randmittel ohne geprüfte Symptombreite und daher praktisch nicht gegen andere Arzneien abzugrenzen. Bei Lähmungen sind Causticum, Gelsemium und Conium die ausgearbeiteten Mittel, bei heftigem Erbrechen mit Schwäche Ipecacuanha, Veratrum album oder Arsenicum album. Als Herzgift steht Tanghinia stofflich Digitalis und Apocynum nahe, ohne deren geprüftes Arzneimittelbild zu besitzen.
Verwandte Mittel
Digitalis purpureaApocynum cannabinumGelsemiumConium maculatumVeratrum album
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.