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Materia medica · Nr. 3277

Tanghiniavenenifera

Tang.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tanghinia venenifera (auch Cerbera tanghin) ist ein Hundsgiftgewächs aus Madagaskar, dessen Samen als Gottesurteilsgift verwendet wurden und herzwirksame Glykoside enthalten. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel; die vorliegenden Rubriken führen es bei Lähmungen und bei Erbrechen. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild existiert nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentFür Tanghinia ist kein Konstitutionsbild überliefert. Das Mittel ist über die Vergiftungswirkung der Samen in die Materia medica gelangt und nicht über eine Arzneimittelprüfung am Gesunden, die ein Wesensbild ergeben hätte. Aussagen zu Temperament, Körperbau oder Wärmeverhalten wären hier ohne Grundlage.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBenommenheit und Betäubung, wie sie die Vergiftungsberichte beschreibenSchwäche und Teilnahmslosigkeit

In OpenHomeopath sind für Tanghinia venenifera keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Was über die Substanz bekannt ist, stammt aus toxikologischen Berichten: Betäubung, Bewusstseinstrübung und zunehmende Schwäche gehören zum Bild der Vergiftung, sind aber keine geprüften homöopathischen Gemütssymptome. Eine seelische Charakteristik im Sinne der ausgearbeiteten Mittel lässt sich daraus nicht ableiten. Das Mittel wird über die beiden verzeichneten körperlichen Zuordnungen gefunden.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Lähmungen — die deutlichste verzeichnete Zuordnung des Mittels
Erbrechen — die zweite verzeichnete Zuordnung, entsprechend der heftigen Magenwirkung der Samen
Beschwerden des Magens allgemein, als übergeordnete Rubrik geführt
Herzwirkung, wie sie für die glykosidhaltigen Hundsgiftgewächse in der Toxikologie beschrieben wird, ohne Rubrikbeleg in der vorliegenden Datenbasis
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Lähmungserscheinungen, in Repertorien Tanghinia zugeordnetErbrechen und Magenbeschwerdendarüber hinaus liegen keine belastbaren Zuordnungen vor

Abgrenzung

Tanghinia ist ein Randmittel ohne geprüfte Symptombreite und daher praktisch nicht gegen andere Arzneien abzugrenzen. Bei Lähmungen sind Causticum, Gelsemium und Conium die ausgearbeiteten Mittel, bei heftigem Erbrechen mit Schwäche Ipecacuanha, Veratrum album oder Arsenicum album. Als Herzgift steht Tanghinia stofflich Digitalis und Apocynum nahe, ohne deren geprüftes Arzneimittelbild zu besitzen.

Verwandte Mittel

Digitalis purpureaApocynum cannabinumGelsemiumConium maculatumVeratrum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.