Tamus communis ist die Schmerwurz, eine europäische Kletterpflanze aus der Familie der Yamswurzelgewächse mit dickem, scharfem Wurzelstock. In der Volksmedizin wurde die Wurzel äußerlich auf Prellungen und Frostbeulen gelegt, und genau dort steht das Mittel auch in der homöopathischen Literatur. Der Repertoriumsbestand ist mit zwei Einträgen sehr schmal und nennt im Kapitel Allgemeines allein die Frostbeulen.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtZuordnung über den örtlichen Hautbefund
Im Repertorium sind zu Tamus communis keine Gemütsrubriken besetzt; der Bestand liegt vollständig im Kapitel Allgemeines. Die Literatur beschreibt die Pflanze als örtliches Mittel bei Frostbeulen und stumpfen Verletzungen, ohne ein seelisches Bild zu zeichnen. Damit steht Tamus communis in einer Reihe mit anderen alten Wund- und Verletzungsmitteln, die über den Befund und nicht über das Erleben charakterisiert sind.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kälte und Nässe, mittelbar aus dem überlieferten Frostbeulenbild abgeleitet
- Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert
- Keine gesicherten Modalitäten überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
- Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Frostbeulen als einzige Zuordnung im RepertoriumJuckende, geschwollene Hautstellen nach KältePrellungen und stumpfe Verletzungen
Abgrenzung
Bei Frostbeulen sind Agaricus muscarius, Petroleum, Pulsatilla pratensis, Nitricum acidum und Abrotanum die weit besser belegten Mittel; Agaricus muscarius zeigt das Brennen und Jucken wie von Frost, Petroleum die aufspringende, rissige Haut in der kalten Jahreszeit. Bei Prellungen steht Arnica montana klar an erster Stelle. Tamus communis bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr schmalem Bestand und ohne eigene Modalitäten. Die frische Pflanze ist scharf und hautreizend und keine Substanz für den Selbstversuch.
Verwandte Mittel
Agaricus muscariusPetroleumArnica montanaPulsatilla pratensisAbrotanum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.