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Materia medica · Nr. 3266

Syzygium jambolanum

Syzyg.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Syzygium jambolanum, die Jambulpflaume oder Rosenapfelbaum, ist ein indisches Myrtengewächs, dessen Samen und Rinde in der traditionellen indischen Medizin bei Zuckerkrankheit verwendet wurden. Über diese Tradition ist das Mittel in die homöopathische Materia medica gelangt; die vorliegenden Rubriken führen es beim Diabetes mellitus und bei schlecht heilenden Geschwüren der Haut. Ein Konstitutionsbild besteht nicht — Syzygium ist ein klassisches Organ- und Indikationsmittel.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; genannt wird der Zustand mit Abmagerung trotz gutem Appetit, wie er bei entgleistem Zuckerstoffwechsel beschrieben wird.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Wesensbild ist für Syzygium nicht ausgearbeitet. Die Literatur beschreibt das Mittel über einen Stoffwechselzustand und über die Haut, nicht über eine Gemütslage. Was sich als Grundzug abzeichnet, ist Zehrung: großer Durst, viel Harn, Schwäche und langsame Heilung von Wunden. Als seelisches Konstitutionsmittel wird Syzygium nicht verstanden.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertSchwäche und Kraftlosigkeit im Zusammenhang mit dem StoffwechselzustandVerdrossenheit bei anhaltender Erschöpfung

In OpenHomeopath sind für Syzygium jambolanum keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die klassische Literatur beschreibt das Mittel als Stoffwechsel- und Hautmittel; Boericke und die ihm folgenden Autoren führen es fast ausschließlich über Durst, Harnmenge, Schwäche und Wundheilung. Die seelische Beteiligung, die genannt wird, ist unspezifisch: Mattigkeit, Antriebsschwäche, Verdrossenheit als Folge der körperlichen Zehrung. Ein Gemütsbild, an dem sich das Mittel erkennen ließe, gibt es nicht.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Diabetes mellitus — die kennzeichnende Zuordnung des Mittels in Repertorien und Materia medica
Geschwüre der Haut, schlecht heilende Wunden — als eigene Rubrik geführt
Großer Durst mit reichlichem Harnlassen, wie es die Literatur zum Mittel beschreibt
Schwäche und Abmagerung, in der älteren Materia medica genannt
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • großes Verlangen nach Wasser, entsprechend dem in der Literatur beschriebenen Durst
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Diabetes mellitus, in Repertorien Syzygium zugeordnet — die ärztliche Behandlung bleibt davon unberührtschlecht heilende Geschwüre der Hautgroßer Durst mit reichlichem Harnlassen

Abgrenzung

Syzygium ist unter den Mitteln, die klassisch dem Zuckerstoffwechsel zugeordnet werden, dasjenige mit der schmalsten Symptombasis und ohne Gemütsbild. Acidum phosphoricum bringt die geistige Erschöpfung und den reichlichen, milchig getrübten Harn mit, Uranium nitricum die Abmagerung mit Verdauungsschwäche. Wo ein Konstitutionsmittel gefragt ist, kommt Syzygium seinem Charakter nach nicht in Betracht; es ist ein Organmittel mit begleitender Hautzuordnung. Bei Diabetes mellitus ist ärztliche Behandlung erforderlich.

Verwandte Mittel

Acidum phosphoricumUranium nitricumLac defloratumAcidum lacticumHelonias dioica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.