Symphytum officinale, der Beinwell, trägt seinen alten Namen Wallwurz nicht zufällig: er ist in der Homöopathie das Mittel für Knochen und Knochenhaut. Das Repertorium führt Verletzungsfolgen mit dem höchsten Grad, dazu Brüche, die nur langsam zusammenwachsen, und eine ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit der Knochen. Ein zweites, sehr charakteristisches Feld sind stumpfe Augenverletzungen - der Schlag mit Faust, Ball oder Kante auf den Augapfel.
Konstitution
Gemütsbild
Kein Gemütsbild überliefertMittelwahl erfolgt über Verletzungsvorgeschichte und Ort der BeschwerdenBeschrieben werden ausschließlich körperliche Zeichen
Für Symphytum officinale führt das Repertorium keine Gemütsrubriken, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel ohne seelisches Bild. Das ist kein Mangel, sondern entspricht seiner Stellung: Symphytum ist ein örtlich und nach der Ursache gewähltes Verletzungsmittel. Maßgeblich sind die Vorgeschichte - ein Bruch, ein Schlag auf das Auge, eine Amputation, eine Prellung der Knochenhaut - und die Beschaffenheit des Schmerzes. Gemütsangaben wären an dieser Stelle Erfindung. Wer ein Verletzungsmittel mit ausgeprägtem seelischem Bild sucht, findet es bei Arnica, Staphisagria oder Natrium sulphuricum, nicht hier.
Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht beschrieben
Leitsymptome
- Berührung und Druck auf den betroffenen Knochen
- Nach Verletzung und Erschütterung; in der Schwangerschaft
- Ruhe und Schonung des verletzten Teils
- Bettwärme bessert die schneidenden Bauchschmerzen
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Folgen von Knochenverletzungen und BrüchenVerzögerte BruchheilungStumpfe Verletzungen des AugesReizung und Entzündung der KnochenhautSchmerzen in AmputationsstümpfenBrüchige Knochen und Knochenschwund, in Repertorien aufgeführt
Abgrenzung
Arnica montana steht am Anfang jeder Verletzungsbehandlung und deckt Prellung, Bluterguss und Zerschlagenheitsgefühl ab; Symphytum folgt dort, wo der Schmerz im Knochen selbst oder in der Knochenhaut sitzt und die Heilung stockt. Ruta graveolens ist das Mittel der Knochenhaut nach Zerrung und Überlastung, mit ausgeprägter Ruhelosigkeit im betroffenen Glied. Calcarea phosphorica unterstützt klassisch die Knochenbildung bei verzögerter Heilung und wird in der Datenbank ausdrücklich als verwandt genannt. Bellis perennis deckt die tiefen Weichteilverletzungen ab, Symphytum den Knochen.
Verwandte Mittel
Arnica montanaCalcarea phosphoricaRuta graveolensBellis perennisHypericum perforatumSilicea
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.