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Materia medica · Nr. 332

Sumbulus moschatus

Sumb.

In 1.414 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sumbulus moschatus, die Moschuswurzel aus der Familie der Doldenblütler, wird in der Materia medica als Mittel der nervösen Übererregbarkeit beschrieben. Kennzeichnend ist ein hysterisch anmutendes Bild mit Ohnmachtsgefühl bei jeder Erregung, nervösem Herzklopfen und aufsteigenden Hitzewellen wie ein heißer Strom. Die Literatur ordnet es dem Kreis der Moschusmittel zu.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; beschrieben werden vorwiegend nervös reizbare, leicht erschöpfbare Menschen.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken heben Ohnmachtsgefühl bei Erregung und wechselnden Puls hervor. Beschrieben wird eine sprunghafte, leicht erregbare Verfassung, in der Lachen und Weinen einander abwechseln. Kälte und Zugluft werden schlecht vertragen.

Gemütsbild

Nervöse Übererregbarkeit mit raschem StimmungswechselLachen und Weinen im WechselOhnmachtsneigung bei seelischer ErregungVermehrtes Verlangen, besonders bei Frauen beschriebenAngstvolle Beklemmung mit Herzklopfen

Das Gemütsbild ist von nervöser Labilität geprägt. Die Repertorien führen den Wechsel von Lachen und Weinen im hohen Grad auf, dazu Ohnmachtsgefühl, das ausdrücklich bei Erregung eintritt. Die Literatur beschreibt Menschen, die auf kleine Anlässe mit heftigen körperlichen Reaktionen antworten: Herzklopfen, Schwächegefühl, Seufzen und schluchzende Atmung. Ein gesteigerter Geschlechtstrieb, insbesondere bei Frauen, ist in den Rubriken eigens verzeichnet. Insgesamt wird ein Zustand geschildert, in dem die seelische Erregung unmittelbar in den Kreislauf und die Atmung übergeht.

Ängste: Angst mit Herzklopfen und Beklemmung, Furcht vor dem Ohnmächtigwerden

Leitsymptome

Empfindung eines strömenden, heißen Stroms, der durch den Körper zieht; im Repertorium im höchsten Grad verzeichnet
Nervöses Herzklopfen mit wechselhaftem, unregelmäßigem Puls
Hitzewallungen, die vom Rücken ausgehen und sich über den Körper ausbreiten, mit Verlangen, sich aufzudecken
Ohnmachtsgefühl und Mattigkeit, das sich bei jeder Erregung verstärkt; Neigung, sich hinzulegen
Krampfartige, asthmatische Atmung mit Schluchzen
Blähungsbeschwerden mit eingeklemmten Winden und aufgetriebenem, tympanitischem Leib
Empfindung wie ein Spinnwebfaden im Gesicht
Verschlechterung
  • Seelische Erregung und Aufregung
  • Kalte Luft und Zugluft
  • Kaltwerden im Allgemeinen
  • Enge Kleidung um Gelenke und Körper
Verbesserung
  • Hinlegen und Ruhe
  • Wärme
  • Nachlassen der äußeren Erregung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Alkoholische Getränke, besonders Wein
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nervösem Herzklopfen und wechselndem Puls aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Ohnmachtsneigung bei seelischer ErregungBei Hitzewallungen mit Aufsteigen vom Rücken verzeichnetBei krampfhafter, asthmatischer Atmung mit Schluchzen genanntBei Blähungsbeschwerden mit eingeklemmten Winden in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Moschus, dem Sumbulus als Moschusmittel nahesteht, zeigt die Ohnmacht und die hysterische Beklemmung noch dramatischer, oft mit Kältegefühl und Erstickungsangst. Asa foetida teilt die Blähungsbeschwerden und das Globusgefühl, hat aber ausgeprägt aufsteigende Winde und übelriechende Absonderungen. Von Ignatia unterscheidet Sumbulus die deutlichere Kreislaufkomponente mit wechselhaftem Puls und Hitzestrom, während Ignatia stärker über Kummer und widersprüchliche Symptome geht.

Verwandte Mittel

MoschusAsa foetidaIgnatiaValerianaLachesis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.