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Materia medica · Nr. 3258

Sulphurosum acidum

Sulo-ac.

In 33 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sulphurosum acidum, die schweflige Säure, war lange ein gebräuchliches Desinfektionsmittel und ist in der Homöopathie vor allem der Haut zugeordnet. Die Repertorien führen sie bei Kupferrose und Akne im Gesicht, bei Kleienpilzflechte, bei Ekzem am Haaransatz und bei Grindausschlag der Kopfhaut auf. Daneben stehen wunde Brustwarzen, aufgesprungene Hände und Sodbrennen.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben werden Menschen mit anhaltenden, schuppenden oder pilzartigen Hautausschlägen; ein besonderer Körperbau wird nicht genannt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild ist körperbetont und kreist um die Haut. Wo die Literatur seelische Züge nennt, sind es Verdrossenheit und Empfindlichkeit, wie sie hartnäckige, sichtbare Hautausschläge mit sich bringen; ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetVerdrossenheit bei hartnäckigen, sichtbaren HautausschlägenEmpfindlichkeit gegenüber dem eigenen Aussehen

Zum Gemüt liegen bei Sulphurosum acidum keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen fast ausschließlich Haut, Gesicht, Kopfhaut, Mund und Magen. Was seelisch anklingt, ergibt sich mittelbar aus der Art der Beschwerden: Ausschläge im Gesicht und am Haaransatz sind sichtbar und dauerhaft, was Verdrossenheit und Rückzug nach sich ziehen kann. Belegt ist das in der Literatur nicht. Das Mittel wird nach dem Hautbefund zugeordnet, nicht nach einem Seelenbild.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kupferrose und Akne im Gesicht, in den Rubriken eigens verzeichnet
Ekzem am Haaransatz und an den Rändern des Haarbodens
Kleienpilzflechte der Haut
Grindiger, krustiger Ausschlag der Kopfhaut
Wunde, schmerzende Brustwarzen
Aufgesprungene, rissige Hände
Wunde Stellen und Geschwüre der Mundschleimhaut
Sodbrennen
Verschlechterung
  • Wärme und Erhitzung, wie bei der Kupferrose beschrieben
  • Waschen und Feuchtigkeit an den rissigen Händen
  • Nach dem Essen, mit Sodbrennen
Verbesserung
  • Kühle Luft an den betroffenen Hautstellen
  • Ruhe
  • Trockene Umgebung für die rissigen Hände

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Kupferrose und Akne im GesichtKleienpilzflechte und schuppende HautausschlägeGrindausschlag der KopfhautEkzem am HaaransatzWunde Brustwarzen und aufgesprungene HändeWunde Stellen der MundschleimhautIn der älteren Literatur bei Krupp, Rachenbelägen und Grippe aufgeführt

Abgrenzung

Sulphur, das große Schwefelmittel, zeigt brennendes Jucken, Verschlimmerung durch Waschen und Bettwärme und ein breit ausgearbeitetes Gemütsbild, das Sulphurosum acidum fehlt. Sepia wird der Kupferrose mit Erschöpfung und Senkungsgefühl zugeordnet, Carbo animalis der Kupferrose bei geschwächten Menschen. Bei Kleienpilzflechte und schuppenden Ausschlägen sind Natrium muriaticum und Sepia die besser geprüften Mittel. Sulphurosum acidum bleibt ein kleines, überwiegend äußerlich hergeleitetes Hautmittel.

Verwandte Mittel

SulphurSepiaCarbo animalisNatrium muriaticumSulphuricum acidum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.