Sulfur iodatum ist die Verbindung von Schwefel und Jod und verbindet Züge beider Ausgangsstoffe: die hartnäckigen Hautleiden des Schwefels und die Neigung zu Drüsenverhärtung und Abmagerung des Jods. Kennzeichnend sind unreine Haut mit Mitessern und Furunkeln, Verhärtungen nach abgelaufenen Entzündungen und immer wiederkehrende Beschwerden im Rachen. Das Bild ist das eines Menschen, bei dem Entzündungen nicht ausheilen, sondern Rückstände hinterlassen.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenen Gemütsrubriken für diese Verbindung verzeichnetHitzegefühl und innere Unruhe als AllgemeinzeichenZüge des Schwefel- und des Jodbildes werden in der Literatur angenommen
Für Sulfur iodatum liegt kein eigenständiges Gemütsbild vor; die vorhandenen Rubriken führen kein Kapitel Gemüt. Die Literatur beschreibt das Mittel über die Gewebe- und Hautzeichen und stellt es zwischen seine beiden Bestandteile. Von Sulfur her wird eine warmblütige, unruhige, gegen Ordnung gleichgültige Verfassung angenommen, von Jodum her eine rastlose Getriebenheit mit dem Bedürfnis nach Bewegung und kühler Luft. Beides ist für die Verbindung selbst jedoch nicht durch Rubriken belegt, weshalb hier keine weitergehenden Aussagen getroffen werden. Als Allgemeinzeichen ist ausdrücklich das Hitzegefühl verzeichnet.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Wärme, warme Räume und Bettwärme
- Wiederkehr alter Beschwerden nach scheinbarer Ausheilung
- Morgens, hinsichtlich des häufigen Harndrangs
- Unterdrückte Hautausschläge
- Kühle, frische Luft
- Freies Absondern und Abheilen der Haut
- Bewegung im Freien
Verlangen und Abneigungen
- Saures und Säuerliches
- Limonade
- Eingelegtes, Saures wie Essiggemüse
- Wein
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Akne mit Mitessern und bei Furunkeln im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Verhärtungen von Drüsen nach abgelaufenen EntzündungenBei Verhärtung der Brustdrüse verzeichnetBei chronischen und immer wiederkehrenden Rachenbeschwerden genanntBei Ekzem, Pusteln am Nacken und Unterschenkelgeschwüren beschriebenBei Beschwerden in der rechten unteren Bauchgegend aufgeführtBei eingewachsenen und entzündeten Nägeln verzeichnet
Abgrenzung
Sulfur zeigt die Hautleiden mit Brennen, Juckreiz und Verschlimmerung durch Wärme, ohne die ausgeprägte Verhärtungsneigung der Drüsen. Jodum steht bei Abmagerung trotz gutem Appetit und Getriebenheit im Vordergrund. Kalium jodatum zeigt Drüsenverhärtungen mit scharfen Absonderungen und nächtlichen Knochenschmerzen. Calcium jodatum und Baryta jodata kommen bei Drüsenschwellungen im Wachstumsalter in Betracht. Für Sulfur iodatum spricht die Verbindung von unreiner, zu Furunkeln neigender Haut, Verhärtungen nach Entzündungen und der Neigung zu Rückfällen.
Verwandte Mittel
SulfurJodumKalium jodatumCalcium jodatumHepar sulfurisSilicea
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.