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Materia medica · Nr. 3249

Sulphur terebinthinatum

Sul-ter.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sulphur terebinthinatum, in der älteren Literatur auch als Schwefelbalsam bezeichnet, ist eine Zubereitung aus Schwefel und Terpentinöl. Es verbindet damit zwei alte Arzneistoffe, die beide in der Homöopathie eigenständige Mittel sind. Die wenigen überlieferten Angaben betreffen die chronisch entzündeten und verformten Gelenke sowie unwillkürliche Zuckbewegungen.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden Menschen mit langjährig entzündeten, verdickten und in ihrer Form veränderten Gelenken. Ein weitergehender Konstitutionstyp ist nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Sulphur terebinthinatum wird über den Gelenkbefund gefunden; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Sulphur terebinthinatum sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel stammt aus der älteren Arzneibereitung, in der Schwefel in Terpentinöl gelöst und äußerlich wie innerlich verwendet wurde; eine eigene homöopathische Prüfung an Gesunden liegt nicht vor. Die reich ausgearbeiteten Gemütsbilder von Sulphur - der Eigensinn, die Unordnung, das Beharren auf eigenen Gedanken - und von Terebinthina gehören zu diesen Mitteln und nicht zur Verbindung; sie sollten hier nicht unterstellt werden. Wer das Mittel erwägt, geht vom chronischen Gelenkbefund aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Chronische Gelenkentzündung mit Verformung der Gelenke - das kennzeichnendste Zeichen
Entzündung der Gelenke allgemein, mit Schwellung und Bewegungseinschränkung
Entzündliche Zustände der Gliedmaßen insgesamt
Unwillkürliche, ausfahrende Bewegungen; das Mittel ist bei Veitstanz geführt
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Bewegung des entzündeten Gelenks
  • Feuchte, kalte Witterung, wie bei chronischen Gelenkzuständen allgemein beschrieben
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische Gelenkentzündung mit VerformungSchwellung und Steifheit der GelenkeEntzündliche Beschwerden der GliedmaßenIn Repertorien bei Veitstanz aufgeführt

Abgrenzung

Bei verformenden Gelenkveränderungen sind Causticum, Calcium carbonicum, Ledum palustre und Rhus toxicodendron die vollständig geprüften Mittel mit eigenen Modalitäten. Bei unwillkürlichen Zuckbewegungen stehen Agaricus muscarius, Cuprum metallicum, Mygale lasiodora und Tarentula hispanica im Vordergrund. Sulphur und Terebinthina besitzen jeweils eigene, weit ausführlichere Bilder als ihre Verbindung; Sulphur terebinthinatum bleibt ein Randmittel ohne eigene Charakterzeichnung.

Verwandte Mittel

SulphurTerebinthinaCausticumLedum palustreAgaricus muscarius

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.