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Materia medica · Nr. 3228

Strontium nitricum

Stront-n.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Strontium nitricum, das salpetersaure Strontium, ist ein kleines Mineralsalz aus der Strontiumreihe, deren ausgearbeitetes Mittel Strontium carbonicum ist. Der Bestand in den Repertorien ist schmal und verteilt sich auf Kopfschmerz, spärliche Regelblutung, Blutandrang in den Nieren und ein Ekzem hinter den Ohren. Ein zusammenhängendes Arzneimittelbild ist für dieses Salz nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionsbild ist für dieses Salz nicht ausgearbeitet. Die Literatur beschreibt die Strontiumreihe allgemein bei Menschen mit Neigung zu Blutandrang und langsamer Erholung; für das Nitrat ist das nicht eigens ausgeführt.
Thermalitätfrostig
TemperamentBelastbare Angaben zum Temperament liegen für dieses Salz nicht vor. Was die Materia medica über die auffällige Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft in der Strontiumreihe beschreibt, gehört zu Strontium carbonicum und lässt sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertFür die Strontiumreihe beschrieben: Ängstlichkeit mit Wunsch nach Wärme (bei Strontium carbonicum)In der Literatur nicht näher beschrieben

Für Strontium nitricum verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Das Salz gehört zu den Randmitteln, die über einzelne Beobachtungen und nicht über eine ausgearbeitete Prüfung in die Materia medica gelangt sind. Das Gemütsbild der Strontiumreihe - eine Ängstlichkeit mit ausgeprägtem Wärmebedürfnis und langsamer Erholung nach Erschütterungen - ist bei Strontium carbonicum beschrieben; es hier auf das Nitrat zu übertragen wäre nicht gedeckt. Der Zugang zu diesem Mittel führt allein über die wenigen körperlichen Zeichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz, in den Repertorien ohne nähere Charakterisierung verzeichnet
Spärliche Regelblutung
Blutandrang in den Nieren (Kongestion)
Ekzem hinter den Ohren - die eigentümlichste der wenigen Angaben
Ausschläge am Ohr allgemein
Verschlechterung
  • Kälte und Zugluft (für die Strontiumreihe beschrieben)
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • Wärme und Einhüllen (für die Strontiumreihe beschrieben)
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

KopfschmerzSpärliche RegelblutungBlutandrang in den NierenEkzem hinter den Ohren

Abgrenzung

Das Bezugsmittel der Reihe ist Strontium carbonicum, bei dem die ausgeprägte Kälteempfindlichkeit, der Blutandrang zum Kopf und die langwierigen Folgen von Verstauchungen und Operationen ausgearbeitet sind. Beim Ekzem hinter den Ohren sind Graphites mit der honigartigen Absonderung und Petroleum mit den rissigen, nässenden Stellen die klassisch führenden Mittel. Bei spärlicher Regel deckt Pulsatilla das Feld weit umfassender ab. Strontium nitricum wird nur ergänzend erwogen.

Verwandte Mittel

Strontium carbonicumGraphitesPetroleumPulsatillaCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.