Strontium bromatum ist das Bromsalz des Strontiums und verbindet in der homöopathischen Literatur den Gewebe- und Kreislaufbezug der Strontiumverbindungen mit dem Drüsen- und Schleimhautbezug des Broms. Die überlieferten Angaben betreffen vor allem Schwellungen der Beine mit Venenentzündung, Verdauungsschwäche und einen Harn mit sandigem Bodensatz und auffälligem Geruch. Das Repertorium führt nur wenige Rubriken.
Konstitution
Gemütsbild
Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertBeschwerden stehen körperlich im VordergrundZuordnung über Kreislauf, Verdauung und Harnwege
Zu Strontium bromatum liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Das Mittel wird in der klassischen Literatur, unter anderem bei Clarke, ausschließlich über körperliche Zeichen beschrieben. Die verwandten Mittel geben einen Rahmen: Strontium carbonicum ist durch Beschwerden nach Verstauchungen, durch Kreislaufschwäche und ausgeprägte Verlangen nach Wärme gekennzeichnet, Bromium durch Drüsenschwellungen und Kehlkopfbeschwerden. Für das Bromsalz des Strontiums selbst ist ein Gemütsbild nicht überliefert, und eine Ableitung aus den Verwandten wäre nicht belegt. Wer das Mittel erwägt, geht von den Bein- und Harnangaben aus.
Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Längeres Stehen und Hängenlassen der Beine
- Kälte, entsprechend dem Wärmebedürfnis der Strontiumverbindungen
- Hochlagern der Beine
- Wärme
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Schwellung der Beine mit VenenentzündungSandiger Bodensatz im Harn und Neigung zu kleinen HarnsteinenÜbelriechender HarnVerdauungsschwächeSchwellungszustände der Gliedmaßen
Abgrenzung
Strontium carbonicum ist die bekanntere Strontiumverbindung und durch Nachbeschwerden von Verstauchungen, Kreislaufschwäche und ein deutliches Verlangen nach Wärme gekennzeichnet, das hier nicht ausdrücklich verzeichnet ist. Bromium teilt den Brombezug, zeigt aber vor allem Drüsen- und Kehlkopfbeschwerden mit Besserung am Meer. Bei Venenentzündungen der Beine sind Hamamelis virginiana und Vipera berus die besser belegten Mittel, bei sandigem Harnbodensatz Lycopodium clavatum und Sarsaparilla. Strontium bromatum bleibt wegen der schmalen Datenlage ein kleines Mittel.
Verwandte Mittel
Strontium carbonicumBromiumHamamelis virginianaLycopodium clavatumSarsaparilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.