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Materia medica · Nr. 3221

Strontium bromatum

Stront-br.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Strontium bromatum ist das Bromsalz des Strontiums und verbindet in der homöopathischen Literatur den Gewebe- und Kreislaufbezug der Strontiumverbindungen mit dem Drüsen- und Schleimhautbezug des Broms. Die überlieferten Angaben betreffen vor allem Schwellungen der Beine mit Venenentzündung, Verdauungsschwäche und einen Harn mit sandigem Bodensatz und auffälligem Geruch. Das Repertorium führt nur wenige Rubriken.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Beschrieben werden Menschen mit Neigung zu Schwellungen der Beine und zu Ablagerungen in den Harnwegen.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenständiges Temperamentsbild ist nicht überliefert. Die Strontiumverbindungen werden in der Literatur allgemein mit Erschöpfung nach längerer Belastung in Verbindung gebracht; für dieses Salz im Besonderen liegen dazu keine verzeichneten Angaben vor.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertBeschwerden stehen körperlich im VordergrundZuordnung über Kreislauf, Verdauung und Harnwege

Zu Strontium bromatum liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Das Mittel wird in der klassischen Literatur, unter anderem bei Clarke, ausschließlich über körperliche Zeichen beschrieben. Die verwandten Mittel geben einen Rahmen: Strontium carbonicum ist durch Beschwerden nach Verstauchungen, durch Kreislaufschwäche und ausgeprägte Verlangen nach Wärme gekennzeichnet, Bromium durch Drüsenschwellungen und Kehlkopfbeschwerden. Für das Bromsalz des Strontiums selbst ist ein Gemütsbild nicht überliefert, und eine Ableitung aus den Verwandten wäre nicht belegt. Wer das Mittel erwägt, geht von den Bein- und Harnangaben aus.

Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwellung des Beins mit Venenentzündung, in den Rubriken als weiße Beinschwellung geführt - die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Schwellung der Gliedmaßen allgemein
Sandiger Bodensatz im Harn, bis hin zu kleinen Steinchen
Übelriechender Harn
Verdauungsschwäche, klinisch der Dyspepsie zugeordnet
Verschlechterung
  • Längeres Stehen und Hängenlassen der Beine
  • Kälte, entsprechend dem Wärmebedürfnis der Strontiumverbindungen
Verbesserung
  • Hochlagern der Beine
  • Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Schwellung der Beine mit VenenentzündungSandiger Bodensatz im Harn und Neigung zu kleinen HarnsteinenÜbelriechender HarnVerdauungsschwächeSchwellungszustände der Gliedmaßen

Abgrenzung

Strontium carbonicum ist die bekanntere Strontiumverbindung und durch Nachbeschwerden von Verstauchungen, Kreislaufschwäche und ein deutliches Verlangen nach Wärme gekennzeichnet, das hier nicht ausdrücklich verzeichnet ist. Bromium teilt den Brombezug, zeigt aber vor allem Drüsen- und Kehlkopfbeschwerden mit Besserung am Meer. Bei Venenentzündungen der Beine sind Hamamelis virginiana und Vipera berus die besser belegten Mittel, bei sandigem Harnbodensatz Lycopodium clavatum und Sarsaparilla. Strontium bromatum bleibt wegen der schmalen Datenlage ein kleines Mittel.

Verwandte Mittel

Strontium carbonicumBromiumHamamelis virginianaLycopodium clavatumSarsaparilla

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.