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Materia medica · Nr. 3214

Stillingia silvatica

Still.

In 429 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Stillingia silvatica, die nordamerikanische Königinwurzel, wird in der Materia medica als tief wirkendes Mittel bei Knochen- und Bindegewebsbeschwerden beschrieben, klassisch der syphilitischen Belastung zugeordnet. Kennzeichnend sind nächtliche, wandernde Knochenschmerzen, besonders in den langen Röhrenknochen, verbunden mit einem trockenen, krampfartigen Abendhusten und rauem Halsschmerz. Beschrieben wird ein erschöpfter, von Nacht zu Nacht gequälter Zustand mit ausgeprägter Wetterfühligkeit.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben. Beschrieben werden Menschen mit belasteter Knochen- und Bindegewebskonstitution, Steifheit der Gelenke und allgemeiner Erschöpfung.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen kaum eigene Rubriken vor. Die Literatur beschreibt eine niedergedrückte, von den nächtlichen Schmerzen zermürbte Verfassung mit Reizbarkeit und Schlaflosigkeit, ohne ein selbständig ausgearbeitetes seelisches Bild.

Gemütsbild

Zermürbung durch nächtliche KnochenschmerzenNiedergedrückte Stimmung bei langem KrankheitsverlaufKein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien ausgewiesenAuswahl vorrangig nach Knochen-, Haut- und Schleimhautzeichen

Stillingia ist in den Repertorien nahezu ausschließlich über körperliche Rubriken vertreten. Die klassische Materia medica schildert den Zustand als zermürbend: Die Schmerzen in den Knochen treten nachts auf und rauben den Schlaf, was zu Reizbarkeit und gedrückter Stimmung führt. Ein eigenständiges Gemütsbild mit charakteristischen Wahnideen oder Ängsten wird nicht beschrieben, und weitergehende Aussagen wären nicht durch Quellen gedeckt. Das Mittel wird nach den Knochenschmerzen, dem Abendhusten und den auffälligen Absonderungszeichen bestimmt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Knochenschmerzen mit wanderndem Charakter, besonders in den hohlen Röhrenknochen; nachts verstärkt
Trockener, krampfartiger Husten am Abend, später mit Auswurf; in den Repertorien im höchsten Grad geführt
Roher, wunder Schmerz im inneren Hals; Beteiligung des weichen Gaumens im höchsten Grad verzeichnet
Rheumatische Schmerzen und Steifheit der Gelenke, besonders im Hüftgelenk; Entzündung am Schienbein
Grüner Urin mit flockigem, weißem oder eitrigem Bodensatz; Beschwerden zu Beginn des Wasserlassens
Stuhl wie gehackter Spinat, schaumig, grau verfärbt
Eingeklemmte Blähungen
Brennen und Zusammenschnüren an der Körperoberfläche, Spannung in den Gelenken, Klopfen äußerlich
Voller, zugleich unregelmäßiger Puls; asthmatische Atmung
Verschlechterung
  • Nachts, besonders die Knochen- und Gliederschmerzen
  • Nasses Wetter und Wetterwechsel
  • Abends, hinsichtlich Husten und Gliederschmerz
  • Nachmittags
  • Bewegung der befallenen Gelenke
Verbesserung
  • Trockene, gleichmäßige Witterung
  • Ruhe und Wärme
  • Aushusten von Auswurf, hinsichtlich des Hustenreizes

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nächtlichen Knochenschmerzen, besonders der Röhrenknochen, aufgeführtKlassisch zugeordnet zu syphilitischer Belastung mit Knochen- und HautzeichenBei trockenem, krampfartigem Abendhusten im höchsten Grad verzeichnetBei rohem, wundem Halsschmerz und Beteiligung des weichen Gaumens genanntBei rheumatischen Beschwerden mit Verschlimmerung bei nassem Wetter beschriebenBei auffälligen Urin- und Stuhlverfärbungen aufgeführt

Abgrenzung

Mercurius solubilis teilt die nächtlichen Knochenschmerzen und die Zuordnung zur syphilitischen Belastung, zeigt jedoch den reichlichen, übelriechenden Schweiß und die Speichelvermehrung. Kalium iodatum steht bei nächtlichen Schmerzen in den Knochen mit Verlangen nach kühler Luft und scharfem Nasenfluss, während Stillingia die Verschlimmerung bei nassem Wetter und den krampfartigen Abendhusten hervorhebt. Phytolacca zeigt ebenfalls wandernde Knochen- und Muskelschmerzen mit Verschlimmerung durch Nässe, dort aber mit deutlicher Drüsenschwellung. Der grüne Urin und der spinatartige Stuhl sind für Stillingia besonders kennzeichnend.

Verwandte Mittel

Mercurius solubilisKalium iodatumPhytolacca decandraAurum metallicumNitricum acidumRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.