HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3212

Stigmata maydis

Stigm.

In 24 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Stigmata maydis, die Maisnarben oder Maisgriffel, sind in der Literatur seit langem als harntreibendes Mittel bekannt. Die homöopathische Materia medica ordnet die Arznei entsprechend fast ausschließlich den Harnwegen zu: Blasenentzündung mit erschwertem Beginn des Wasserlassens, Nierenbeckenentzündung, Grieß und Wasseransammlungen im Gewebe. Mit 24 Rubriken in niedrigem Grad bleibt das Bild eng umrissen und rein organbezogen.

Konstitution

KörperbauKein festgelegter Konstitutionstyp; die Literatur beschreibt Stigmata maydis als organbezogenes Harnwegsmittel.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Das Mittel wurde aus der Erfahrungsheilkunde übernommen und nicht im klassischen Sinne an Gesunden geprüft; ein Wesensbild ist daher nicht überliefert.

Gemütsbild

kein eigenständiges Gemütsbild überliefertdas Mittel ist rein über den Harnwegsbezug charakterisiertBelastung durch häufigen, erschwerten Harndrang

Für Stigmata maydis sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die Arznei stammt aus der pflanzlichen Erfahrungsheilkunde und wurde über ihre Wirkung auf die Harnausscheidung in die homöopathische Literatur aufgenommen, nicht über eine Arzneimittelprüfung mit den dafür typischen feinen Gemütssymptomen. Was an Beeinträchtigung genannt werden kann, ergibt sich aus den Beschwerden: das mühsame Warten, bis der Harn zu fließen beginnt, und der dadurch gestörte Alltag. Weitergehende Angaben wären nicht belegt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Der Harn kommt verzögert in Gang, man muss warten, bis er zu fließen beginnt — das kennzeichnendste Zeichen des Mittels
Blasenentzündung mit Brennen
Nierenkolik und Nierenbeckenentzündung
Unterdrückte Harnausscheidung
Eiweiß im Urin
Wasseransammlung im Gewebe (Wassersucht)
Chronischer Ausfluss aus der Harnröhre
Herzbeschwerden bei Wasseransammlung
Verschlechterung
  • beim Wasserlassen, mit Brennen und verzögertem Beginn
  • bei zurückgehaltenem Harn
  • Weitere Verschlimmerungsmodalitäten sind nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • durch reichliche Harnausscheidung
  • durch Wärme auf der Blasengegend
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Blasenentzündung mit Brennen und erschwertem Beginn des WasserlassensNierenkolik und NierengrießNierenbeckenentzündungverminderte HarnausscheidungWasseransammlungen im Gewebechronischer Ausfluss aus der Harnröhre

Abgrenzung

Cantharis vesicatoria ist das große Mittel der Blasenentzündung mit unerträglichem Brennen vor, während und nach dem Wasserlassen und ständigem Drang — Stigmata maydis zeigt demgegenüber vor allem das Zögern beim Beginn. Von Berberis vulgaris und Hydrangea arborescens unterscheidet es sich durch das Fehlen der charakteristischen Sedimentbefunde. Apis mellifica und Apocynum cannabinum sind bei Wasseransammlungen ausführlicher beschrieben.

Verwandte Mittel

Cantharis vesicatoriaHydrangea arborescensBerberis vulgarisApocynum cannabinumSarsaparilla

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.