Sticta pulmonaria, die Lungenflechte, ist das Mittel der ausgetrockneten Schleimhäute im Kopf. Beschrieben wird ein Mensch, der ständig schneuzen muss, ohne dass etwas kommt: Die Nase ist verstopft, trocken, verkrustet, dazu drückt es dumpf wie ein Gewicht an der Nasenwurzel. Ein zweiter, ebenso kennzeichnender Zug ist ein trockener, quälender Reizhusten am Abend, dazu treten rheumatische Beschwerden mit Steifigkeit und Schleimbeutelentzündungen.
Konstitution
Gemütsbild
Empfindung des Schwebens, als sei der Körper leicht und ohne GewichtRuhelosigkeit und Zerschlagenheit durch den nächtlichen ReizhustenGedankendrang bei erschöpfendem KatarrhEigene Gemütsrubriken sind kaum verzeichnet
Für Sticta liegen nur sehr wenige Gemütsrubriken vor; die Angaben stützen sich überwiegend auf die klassische Materia medica. Dort steht eine auffällige Empfindung im Vordergrund, die auch in den Rubriken erscheint: das Gefühl, in der Luft zu schweben, die Beine seien leicht und berührten den Boden kaum. Dieses Schwebegefühl tritt vor allem im Fieber und in der Erschöpfung auf. Daneben wird eine Ruhelosigkeit beschrieben, die aus dem trockenen, unaufhörlichen Hustenreiz entsteht: Der Kranke findet keine Lage, in der der Husten nachlässt, und liegt wach. Ausgeprägte Ängste sind für dieses Mittel nicht überliefert.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben, Unruhe während der nächtlichen Hustenanfälle
Leitsymptome
- Abends und nachts, besonders der Husten
- Hinlegen
- Trockenheit der Schleimhäute, trockene Raumluft
- Bei Katarrh und Grippe
- Ruhe, was die Gelenkbeschwerden betrifft
- Bewegung, besonders bei den Knieschmerzen
- Wenn die Absonderung wieder in Gang kommt
- Freie Luft
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei trockenem Stockschnupfen mit ständigem Schneuzdrang aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Heuschnupfen mit Jucken in der NaseBei trockenem Reizhusten am Abend verzeichnetBei drückendem Stirnkopfschmerz an der Nasenwurzel genanntBei Schleimbeutelentzündungen und rheumatischer Steifigkeit aufgeführtIn der Literatur bei Grippe mit trockenen Schleimhäuten beschrieben
Abgrenzung
Rumex crispus teilt den trockenen Reizhusten, verschlimmert sich jedoch kennzeichnend durch das Einatmen kalter Luft und bessert sich beim Zudecken des Mundes. Drosera zeigt den anfallsweisen, krampfhaften Husten nach Mitternacht, Sambucus die Erstickungsanfälle des Kindes mit trockener Nase. Kalium bichromicum und Hydrastis stehen bei ähnlicher Nasenbeteiligung, dort jedoch mit zähem, fadenziehendem oder scharfem Sekret statt der reinen Trockenheit. Für Sticta spricht die Verbindung von völliger Trockenheit der Nase mit unaufhörlichem Schneuzdrang, Druck an der Nasenwurzel und dem Empfinden des Schwebens.
Verwandte Mittel
Rumex crispusDrosera rotundifoliaSambucus nigraKalium bichromicumGuajacumElaps corallinus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.