HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3210

Stellaria media

Stel.

In 36 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Stellaria media, die Vogelmiere, ist ein unscheinbares Wegkraut und in der Homöopathie ein kleines, aber klar umrissenes Rheumamittel. Die Repertorien führen sie bei wandernden, stechenden Gliederschmerzen auf, deren Kennzeichen eine ungewöhnliche Modalität ist: Bewegung und Gehen bessern, Wärme und das warme Bett verschlimmern. Daneben ist sie der Gicht, der Schuppenflechte und Beschwerden in der Lebergegend zugeordnet.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben werden Menschen mit rheumatisch-gichtischer Neigung; ein besonderer Körperbau wird in der Literatur nicht genannt.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Auffällig ist eine körperliche Unruhe, die sich aus den Modalitäten erklärt: Weil Bewegung die Schmerzen erleichtert, hält es den Betroffenen nicht im Bett und nicht im warmen Zimmer. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetKörperliche Unruhe, weil Bewegung die Schmerzen erleichtertMissmut und Reizbarkeit, wie sie anhaltende Gliederschmerzen mit sich bringen

Zum Gemüt liegen bei Stellaria media keine Rubriken vor. Die überlieferte Prüfung und die klinischen Berichte beschränken sich auf die Glieder, die Haut und die Lebergegend. Was sich aus den Modalitäten mittelbar ergibt, ist eine Bewegungsunruhe: Der Betroffene sucht die kühle Luft und die Bewegung, weil beides den ziehenden, stechenden Schmerz erträglicher macht. Weitergehende seelische Züge sind in der Literatur nicht näher beschrieben; das Mittel wird nach dem Schmerzcharakter und den Modalitäten zugeordnet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, Unruhe und Ungeduld bei anhaltenden Gliederschmerzen

Leitsymptome

Stechende, rheumatische Gliederschmerzen, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Wandernde Schmerzen, die von Gelenk zu Gelenk ziehen
Schmerz der unteren Glieder, durch Gehen und Bewegung gebessert — die kennzeichnende Modalität
Schmerz der oberen Glieder, durch Wärme verschlimmert
Hüftschmerz, der sich bei Bewegung bessert
Schuppenflechte und Beschwerden in der Lebergegend, in den klinischen Rubriken aufgeführt
Verschlechterung
  • Wärme, warmes Zimmer und warmes Bett
  • Ruhe und längeres Sitzen
  • Beginn der Bewegung, bevor die Erleichterung eintritt
Verbesserung
  • Fortgesetzte Bewegung und Gehen, in den Rubriken eigens verzeichnet
  • Kühle Luft
  • Aufstehen aus dem warmen Bett

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Rheumatische Gelenk- und Gliederschmerzen mit wanderndem CharakterGichtische Beschwerden, in den klinischen Rubriken aufgeführtHüft- und Beinschmerzen, die sich beim Gehen erleichternSchuppenflechteEntzündliche Beschwerden in der Lebergegend

Abgrenzung

Rhus toxicodendron teilt die Besserung durch fortgesetzte Bewegung, verlangt aber Wärme und verschlimmert sich in Kälte und Nässe — genau umgekehrt zu Stellaria, die Wärme und warmes Bett schlecht verträgt. Pulsatilla hat ebenfalls wandernde Schmerzen und Besserung in kühler Luft, dazu jedoch ein ausgeprägtes Gemütsbild, das Stellaria fehlt. Ledum palustre wird aufsteigenden gichtischen Schmerzen mit ausgesprochener Kältebesserung zugeordnet.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronPulsatilla pratensisLedum palustreKalium bichromicumColchicum autumnale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.