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Materia medica · Nr. 3206

Staphylococcinum

Staphycoc.

Auch: Staphyc.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Staphylococcinum ist eine Nosode, die aus Kulturmaterial des Bakteriums Staphylococcus aureus bereitet wird. Sie gehört zu den Bakterien-Nosoden, die vor allem in der französischen Schule und in der Nosodenlehre nach Paschero und Julian beschrieben werden; klassische Arzneimittelprüfungen liegen nicht vor. Der Repertoriumsbestand ist sehr schmal und führt das Mittel bei Herzklappenentzündung sowie im Zusammenhang mit allergischer Reaktionslage.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert. Nosoden werden in der Literatur über die Reaktionslage und die Krankheitsvorgeschichte beschrieben, nicht über den Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine gesicherten Angaben vor. Die Nosodenliteratur ordnet Staphylococcinum einer Reaktionslage zu, in der eitrige, wiederkehrende Entzündungen im Vordergrund stehen; ein eigenständiges Persönlichkeitsbild wird dabei nicht gezeichnet und hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur über die Reaktionslage beschrieben, nicht über seelische ThemenKeine klassische Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Staphylococcinum sind im Repertorium keine Gemütsrubriken besetzt. Nosoden dieser Gruppe werden in der Literatur überwiegend nach der Krankheitsvorgeschichte und der Reaktionsweise des Organismus gewählt - bei Staphylococcinum ist das die Neigung zu wiederkehrenden eitrigen Entzündungen. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild, wie es die großen Nosoden Psorinum, Tuberculinum oder Medorrhinum besitzen, liegt hier nicht vor. Da keine Prüfungssymptome verfügbar sind, wird an dieser Stelle nichts ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Herzklappenentzündung (Valvulitis) - die kennzeichnendste Angabe des schmalen Bestandes
Erkrankungen der Herzklappen allgemein
Allergische Reaktionslage, im klinischen Kapitel des Repertoriums geführt
Die Nosodenliteratur beschreibt daneben eine Neigung zu wiederkehrenden eitrigen Hautentzündungen, Furunkeln und Abszessen
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

HerzklappenentzündungErkrankungen der HerzklappenAllergische ReaktionslageNeigung zu wiederkehrenden eitrigen Entzündungen

Abgrenzung

Innerhalb der Bakterien-Nosoden steht Streptococcinum am nächsten; die Literatur ordnet dieses eher den streptokokkenbedingten Hals- und Nierenfolgen zu, Staphylococcinum dagegen den eitrigen, örtlich begrenzten Prozessen. Pyrogenium ist die breiter beschriebene Nosode bei septischen Zuständen mit der kennzeichnenden Diskrepanz zwischen Puls und Temperatur. Bei Furunkeln ohne Nosodenindikation sind Hepar sulfuris calcareum, Silicea und Belladonna die klassisch geführten Mittel. Da für Staphylococcinum keine Prüfung vorliegt, stützt sich die Wahl auf die Vorgeschichte, nicht auf ein Symptomenbild.

Verwandte Mittel

StreptococcinumPyrogeniumHepar sulfuris calcareumSiliceaPsorinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.