HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3199

Stachys betonica

Stach.

Auch: Beton.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Stachys betonica, die Heil-Betonie oder der Heilziest, war im Mittelalter eine der geschätztesten Heilpflanzen und galt besonders als Kopfmittel. In der homöopathischen Literatur ist von diesem alten Ruf wenig geblieben: Überliefert sind Kopfschmerz, Schwindel und eine Angabe zur Lähmung des Zwerchfells. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild besitzt das Mittel nicht.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über die Kopf- und Schwindelzeichen gefunden.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Stachys betonica ist über wenige körperliche Zeichen erschlossen; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Stachys betonica sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Die Pflanze war in der Klostermedizin ein vielfach empfohlenes Mittel; die alten Kräuterbücher schrieben ihr auch eine Wirkung auf Gemüt und Schlaf zu. Diese Angaben stammen aus der Kräuterheilkunde und nicht aus einer homöopathischen Prüfung an Gesunden, weshalb sie hier nicht als Mittelbild ausgegeben werden. Der homöopathische Bestand beschränkt sich auf die wenigen geführten Zeichen an Kopf, Schwindel und Zwerchfell.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz ohne nähere Kennzeichnung - eines der wenigen geführten Zeichen
Schwindel, allgemein geführt
Lähmung des Zwerchfells; das auffälligste und ungewöhnlichste Zeichen des Mittels
Daraus folgend erschwerte, flache Atmung
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Verschlechterungen überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

KopfschmerzSchwindelIn Repertorien bei Lähmung des Zwerchfells aufgeführtErschwerte, flache Atmung

Abgrenzung

Bei Lähmungszuständen der Atemmuskulatur sind Curare, Conium maculatum, Gelsemium sempervirens und Causticum die vollständig geprüften und breiter beschriebenen Mittel. Bei Kopfschmerz mit Schwindel steht eine große Zahl ausgearbeiteter Mittel zur Verfügung, unter ihnen Belladonna, Gelsemium und Cocculus indicus. Stachys betonica bleibt demgegenüber ein historisches Randmittel, dessen einziges auffälliges Merkmal die Angabe zum Zwerchfell ist.

Verwandte Mittel

Conium maculatumGelsemium sempervirensCausticumCocculus indicusCurare

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.