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Materia medica · Nr. 3195

Squilla maritima

Squil.

In 4.184 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Squilla maritima, die Meerzwiebel, ist in den Repertorien vor allem ein Mittel der Atemwege: heftiger Husten mit reichlichem Auswurf und stechenden Schmerzen in den Brustseiten, die sich beim Einatmen verstärken. Kennzeichnend ist die ausgeprägte Kälteempfindlichkeit mit kalten Händen und Füßen und die Unverträglichkeit des Aufdeckens. Klassisch wird das Mittel außerdem Zuständen mit Wasseransammlung im Gewebe zugeordnet.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt; die Literatur beschreibt das Mittel überwiegend über den Beschwerdeverlauf. Genannt werden häufig Menschen mit schwacher Wärmebildung und Neigung zu Ödemen.
Thermalitätfrostig
TemperamentÄngstlich beklommen während der Atembeschwerden. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für Squilla maritima nicht vor; die Rubriken beschränken sich weitgehend auf körperliche Symptome.

Gemütsbild

Ängstliche Beklemmung während der AtembeschwerdenEmpfindlichkeit gegen KälteIm Übrigen in der Literatur nicht näher beschrieben

Die vorliegenden Rubriken sind fast ausschließlich körperlicher Art; zum Gemüt findet sich vor allem die ängstliche Beklemmung, die die Atembeschwerden begleitet. Die klassische Materia medica behandelt Squilla maritima überwiegend als Mittel der Atemwege und der Wasserausscheidung und geht auf die seelische Verfassung kaum ein. Ein ausgearbeitetes Themenfeld wie bei den Konstitutionsmitteln ist nicht näher beschrieben. Die Angst erscheint in der Literatur als unmittelbare Folge der Atemnot, nicht als eigenständiger Zug. Entsprechend zurückhaltend sollte das Gemütsbild in der Fallanalyse gewichtet werden.

Ängste: Ängstliche Beklemmung bei erschwerter Atmung, Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Husten mit reichlichem Auswurf, der sich verhältnismäßig leicht löst
Stechende Schmerzen in den Brustseiten, besonders im unteren Teil, verschlimmert durch Einatmen
Brustschmerz, der den Husten begleitet und beim tiefen Einatmen zunimmt
Kalte Hände und Füße; ausgeprägter Mangel an Lebenswärme, leichtes Frieren
Unverträglichkeit des Aufdeckens und Entkleidens, sowohl im Frost als auch in der Hitze
Wasseransammlung im Gewebe, klassisch bei ödematösen Zuständen beschrieben
Verschlechterung
  • Einatmen, besonders tiefes Einatmen
  • Aufdecken und Entkleiden
  • Kälte
  • Bewegung während des Frostes
Verbesserung
  • Sitzen, auch während des Frostes
  • Warmes Zudecken
  • Abhusten des Auswurfs

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Verlangen nach Wärme und Bedeckung
  • Speisebezogene Verlangen sind in den vorliegenden Rubriken nicht ausgeprägt
Abneigung
  • Saurer Geschmack der Speisen wird genannt
  • Weitergehende Abneigungen sind in den vorliegenden Rubriken nicht ausgeprägt

In Repertorien häufig zugeordnet

Katarrhalische Beschwerden der Atemwege mit reichlichem AuswurfHusten mit stechenden Schmerzen in den BrustseitenZustände mit Wasseransammlung im Gewebe, klassisch beschriebenFrostzustände mit kalten Händen und FüßenBeschwerden mit Unverträglichkeit des Aufdeckens

Abgrenzung

Bryonia teilt die stechenden Brustschmerzen beim Einatmen, bleibt jedoch trocken und verlangt nach großen Mengen Wasser, während Squilla reichlichen Auswurf zeigt. Ipecacuanha kennt ebenfalls den lockeren, rasselnden Husten, verbindet ihn aber mit anhaltender Übelkeit. Von Apis, das ebenfalls Wasseransammlungen zeigt, trennt die ausgeprägte Kälteempfindlichkeit und das Bedürfnis nach Bedeckung.

Verwandte Mittel

BryoniaIpecacuanhaApis mellificaAntimonium tartaricumDigitalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.