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Materia medica · Nr. 3176

Sphingurus martini

Sphing.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sphingurus martini ist ein Mittel tierischen Ursprungs, gewonnen vom brasilianischen Greifstachler, einem baumbewohnenden Stachelschwein. Es stammt aus den brasilianischen Prüfungen des 19. Jahrhunderts und ist in der Materia medica nur knapp überliefert. Die wenigen kennzeichnenden Angaben betreffen den Haarausfall an Kopf und Bart, ziehende Schmerzen in den Kiefergelenken und am Jochbein sowie stockende Sprache.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; das Mittel ist nur über einzelne Zeichen an Kopf, Gesicht und Sprache erfasst.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Repertoriumsrubriken vor. Als einziger seelisch berührender Zug ist das Stottern verzeichnet, das in der Prüfung als Sprachstörung geführt wird. Ein Temperamentsbild lässt sich daraus nicht ableiten.

Gemütsbild

Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetStockende, stotternde SpracheBelastung durch sichtbaren Haarverlust

Das Repertorium führt Sphingurus martini ohne Gemütsrubriken. Der einzige Zug, der über das rein Körperliche hinausweist, ist die stockende Sprache: Das Stottern ist als Symptom der Prüfung verzeichnet und wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit im Sprechen aus. Dazu kommt, dass der beschriebene Haarausfall an Kopf und Bart ein sichtbares Zeichen ist, das erfahrungsgemäß belastet. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild wie bei den großen Tiermitteln liegt nicht vor, und die Literatur beschreibt es auch nicht. Wer das Mittel erwägt, geht von der auffälligen Verbindung aus Haarverlust, Kiefergelenkschmerz und Sprachstörung aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ausfallen der Haare am Kopf - im Repertorium eigens ausgewiesen
Ausfallen der Barthaare, eine ungewöhnlich umschriebene Angabe des Mittels
Ziehende Schmerzen in den Kiefern, ausdrücklich in den Kiefergelenken
Schmerz am Jochbein
Stockende, stotternde Sprache
Beschwerden, die sich im Gesicht auf Kiefer und Wangenbein zusammenziehen
Verschlechterung
  • Kaubewegungen und Öffnen des Mundes, wegen der Kiefergelenkschmerzen
  • Sprechen, wenn die Sprache stockt
Verbesserung
  • Ruhe des Kiefers
  • Weitere Besserungen sind in den Rubriken nicht ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Haarausfall am Kopf aufgeführtBei Ausfallen der Barthaare eigens genanntBei ziehenden Schmerzen in den Kiefergelenken verzeichnetBei Schmerz am Jochbein aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Sprachstörungen mit Stottern

Abgrenzung

Bei Haarausfall sind Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum und Selenium metallicum die weit besser ausgearbeiteten Vergleichsmittel, jeweils eingebettet in ein umfassendes Allgemeinbild. Für Schmerzen im Kiefergelenk werden vor allem Rhus toxicodendron mit Verschlimmerung bei den ersten Bewegungen und Causticum genannt. Bei Sprachstörungen mit Stottern steht Stramonium im Vordergrund. Sphingurus martini bleibt ein kleines Prüfungsmittel, dessen Kennzeichen die auffällige Verbindung von Bart- und Kopfhaarverlust mit Kiefergelenkschmerz ist.

Verwandte Mittel

Lycopodium clavatumNatrium muriaticumSelenium metallicumRhus toxicodendronStramonium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.