Sphingurus martini ist ein Mittel tierischen Ursprungs, gewonnen vom brasilianischen Greifstachler, einem baumbewohnenden Stachelschwein. Es stammt aus den brasilianischen Prüfungen des 19. Jahrhunderts und ist in der Materia medica nur knapp überliefert. Die wenigen kennzeichnenden Angaben betreffen den Haarausfall an Kopf und Bart, ziehende Schmerzen in den Kiefergelenken und am Jochbein sowie stockende Sprache.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetStockende, stotternde SpracheBelastung durch sichtbaren Haarverlust
Das Repertorium führt Sphingurus martini ohne Gemütsrubriken. Der einzige Zug, der über das rein Körperliche hinausweist, ist die stockende Sprache: Das Stottern ist als Symptom der Prüfung verzeichnet und wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit im Sprechen aus. Dazu kommt, dass der beschriebene Haarausfall an Kopf und Bart ein sichtbares Zeichen ist, das erfahrungsgemäß belastet. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild wie bei den großen Tiermitteln liegt nicht vor, und die Literatur beschreibt es auch nicht. Wer das Mittel erwägt, geht von der auffälligen Verbindung aus Haarverlust, Kiefergelenkschmerz und Sprachstörung aus.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kaubewegungen und Öffnen des Mundes, wegen der Kiefergelenkschmerzen
- Sprechen, wenn die Sprache stockt
- Ruhe des Kiefers
- Weitere Besserungen sind in den Rubriken nicht ausgewiesen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Haarausfall am Kopf aufgeführtBei Ausfallen der Barthaare eigens genanntBei ziehenden Schmerzen in den Kiefergelenken verzeichnetBei Schmerz am Jochbein aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Sprachstörungen mit Stottern
Abgrenzung
Bei Haarausfall sind Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum und Selenium metallicum die weit besser ausgearbeiteten Vergleichsmittel, jeweils eingebettet in ein umfassendes Allgemeinbild. Für Schmerzen im Kiefergelenk werden vor allem Rhus toxicodendron mit Verschlimmerung bei den ersten Bewegungen und Causticum genannt. Bei Sprachstörungen mit Stottern steht Stramonium im Vordergrund. Sphingurus martini bleibt ein kleines Prüfungsmittel, dessen Kennzeichen die auffällige Verbindung von Bart- und Kopfhaarverlust mit Kiefergelenkschmerz ist.
Verwandte Mittel
Lycopodium clavatumNatrium muriaticumSelenium metallicumRhus toxicodendronStramonium
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.