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Materia medica · Nr. 3170

Sparteinum sulfuricum

Spartin-s.

Auch: Spart-s.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sparteinum sulfuricum ist das schwefelsaure Salz des Spartein, des Alkaloids aus dem Besenginster (Cytisus scoparius). Es war die in der älteren Medizin gebräuchliche, gut lösliche Zubereitungsform dieses Herzmittels. In der Homöopathie ist es ein kleines, rein klinisch geführtes Mittel; der Repertoriumsbestand nennt mit zwei Einträgen allein das Kapitel Herz und Kreislauf und dort die Herzklappenerkrankungen.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; die Zuordnung erfolgt über den Herzbefund und nicht über ein Konstitutionsbild.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel wurde aus der Pharmakologie in die homöopathische Materia medica übernommen, ohne dass eine ausführliche Arzneimittelprüfung mit Gemütsbild vorliegt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtZuordnung ausschließlich über Herz und Kreislauf

Im Repertorium sind zu Sparteinum sulfuricum keine Gemütsrubriken besetzt; der gesamte Bestand liegt im Kapitel Herz und Kreislauf. Die Literatur beschreibt den Stoff als Mittel mit Wirkung auf Schlagkraft und Rhythmus des Herzens sowie auf die Gefäßspannung, ohne ein seelisches Bild zu zeichnen. Die bei Herzkranken häufig beschriebene Beklemmung und Unruhe ist für dieses Mittel nicht gesondert überliefert und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Herzklappenerkrankungen - der einzige klinische Zustand, unter dem das Mittel im Repertorium geführt wird
Schwäche der Herzarbeit mit unregelmäßiger Schlagfolge, wie sie die Literatur dem Spartein zuordnet
Herzklopfen und Druck in der Herzgegend als beschriebene Begleiterscheinungen
Gesteigerte Gefäßspannung, in den pharmakologischen Quellen als Angriffspunkt des Alkaloids genannt
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Herzklappenerkrankungen als klinische Zuordnung im RepertoriumUnregelmäßige HerzschlagfolgeHerzklopfen und Herzschwäche

Abgrenzung

Bei Herzklappenveränderungen und Herzschwäche sind Crataegus oxyacantha, Digitalis purpurea, Cactus grandiflorus, Spigelia anthelmia und Naja tripudians die weit besser belegten Mittel; Spigelia anthelmia zeigt den stechenden, zum linken Arm ziehenden Herzschmerz, Naja tripudians die Beklemmung mit Erstickungsgefühl. Sparteinum ist das freie Alkaloid desselben Stoffes und im Repertorium beim Bluthochdruck geführt. Sparteinum sulfuricum bleibt ein Mittel mit sehr schmalem Bestand und ohne eigene Modalitäten. Herzklappenerkrankungen gehören in ärztliche Diagnose und Verlaufskontrolle.

Verwandte Mittel

SparteinumCrataegus oxyacanthaDigitalis purpureaCactus grandiflorusSpigelia anthelmia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.