HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3152

Solanum pseudocapsicum

Sol-ps.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Solanum pseudocapsicum, der Korallenstrauch oder die Jerusalemkirsche, ist ein Nachtschattengewächs mit auffällig roten, giftigen Beeren. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel. Der Repertoriumsbestand umfasst nur wenige Angaben und zeigt zwei Züge, die für die Familie der Nachtschattengewächse kennzeichnend sind: weite Pupillen und ausgeprägte Schläfrigkeit.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Solanaceen werden in der Materia medica insgesamt über Erregungs- und Betäubungszustände beschrieben - von hitziger Erregung bis zur Benommenheit. Für Solanum pseudocapsicum selbst ist davon nur die betäubte, schläfrige Seite dokumentiert; ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Benommenheit und Schläfrigkeit statt ErregungKein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur nur als kleines Nachtschattenmittel geführt

Im Repertorium sind zu Solanum pseudocapsicum keine Gemütsrubriken besetzt. Die vorliegenden Angaben betreffen ausschließlich Augen und Schlaf. Aus der Zugehörigkeit zu den Nachtschattengewächsen ließe sich ein Bild aus Verwirrung, Sinnestäuschungen und wechselnder Erregung erwarten, wie es für Belladonna, Stramonium und Hyoscyamus niger beschrieben wird; für dieses Mittel selbst ist das jedoch nicht belegt und wird deshalb nicht ausgeführt. Dokumentiert ist allein die betäubende Seite: eine Schläfrigkeit, die zusammen mit erweiterten Pupillen auftritt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erweiterte Pupillen (Mydriasis) - die kennzeichnendste Angabe des Mittels und ein Familienzug der Nachtschattengewächse
Ausgeprägte Schläfrigkeit, Neigung zum Wegdämmern
Augenbeschwerden allgemein, im Bestand nur als übergeordnete Zuordnung geführt
Weitere körperliche Angaben liegen im Repertorium nicht vor
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

PupillenerweiterungSchläfrigkeit und BenommenheitAugenbeschwerden

Abgrenzung

Belladonna teilt die weiten Pupillen, dort jedoch im Rahmen eines heftigen, hitzigen und plötzlich auftretenden Bildes mit rotem Gesicht und klopfenden Schmerzen. Stramonium zeigt weite Pupillen mit Erregung, Lichtscheu und Angst im Dunkeln, Hyoscyamus niger mit Zuckungen und geschwätziger Erregung. Solanum pseudocapsicum bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr wenigen belegten Angaben, das sich ohne weitere Merkmale kaum sicher von den großen Nachtschattenmitteln abgrenzen lässt.

Verwandte Mittel

BelladonnaStramoniumHyoscyamus nigerSolanum nigrumDulcamara

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.