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Materia medica · Nr. 3151

Solanum oleraceum

Sol-o.

In 21 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Solanum oleraceum, ein südamerikanischer Verwandter des Schwarzen Nachtschattens, ist ein kleines, wenig geprüftes Mittel. Das überlieferte Bild liegt fast ganz auf der Haut und den Drüsen: juckende Ausschläge, Nesselsucht, Bläschen und Pusteln, dazu Drüsenschwellungen und eine vermehrte Milchbildung mit Anschwellen der Brust. Ergänzend sind Gerstenkörner am Auge, Weißfluss und ein katarrhalischer Nasenzustand verzeichnet.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Angaben deuten auf Menschen mit reizbarer Haut und Neigung zu Drüsenschwellungen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Die einzige Angabe zum Allgemeinbefinden ist eine ausgeprägte Schläfrigkeit, die auf einen matten, wenig regen Zustand deutet. Weitere Temperamentszüge sind in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenSchläfrigkeit und Mattigkeit als einziger allgemeiner Zug

Zu Solanum oleraceum sind im Repertorium keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel ist über die Haut und die Drüsen erschlossen, nicht über den seelischen Zustand. Die einzige Angabe, die in diese Richtung weist, ist eine deutliche Schläfrigkeit - ein Zug, den mehrere Nachtschattengewächse teilen und der auf die betäubende Grundwirkung der Familie zurückgeführt wird. Eine ausgearbeitete Prüfung mit Gemütssymptomen liegt nicht vor. Wer das Mittel erwägt, geht daher vom Hautbild und den Drüsen aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hautausschläge in mehreren Formen: Bläschenausschlag, Pusteln und Nesselsucht
Drüsenschwellungen
Vermehrte Milchbildung mit Anschwellen der Brust - eine Eigentümlichkeit des Mittels
Weißfluss bei Frauen
Gerstenkörner an den Lidern
Katarrhalischer Nasenzustand; ausgeprägte Schläfrigkeit
Verschlechterung
  • Wärme des Bettes (bei juckenden Ausschlägen typischerweise beschrieben)
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Kühle Anwendungen bei Hautbeschwerden
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Juckende Hautausschläge, Nesselsucht und PustelnBläschenförmige AusschlägeDrüsenschwellungenBeschwerden der Brust mit vermehrter MilchbildungGerstenkörner am AugeWeißfluss

Abgrenzung

Solanum nigrum, der nächste Verwandte, ist stärker auf Kopf und Nervensystem bezogen, während Solanum oleraceum in der Literatur fast ausschließlich über Haut und Drüsen geführt wird. Bei Nesselsucht sind Apis mellifica, Urtica urens und Rhus toxicodendron die weit besser gezeichneten Mittel. Für Beschwerden der Brust mit vermehrter Milchbildung sind Pulsatilla, Calcium carbonicum und Urtica urens die klassisch häufiger genannten Vergleichsmittel.

Verwandte Mittel

Solanum nigrumUrtica urensApis mellificaRhus toxicodendronPulsatilla pratensis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.