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Materia medica · Nr. 3142

Solanum carolinense

Sol-crl.

Auch: Sol-c.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Solanum carolinense ist die Carolina-Nachtschatte, ein stacheliges nordamerikanisches Nachtschattengewächs. In der Homöopathie ist es ein kleines Mittel aus der amerikanischen Schule, das vor allem im Zusammenhang mit Krampfzuständen des Nervensystems überliefert ist. Der Repertoriumsbestand ist mit zwei Einträgen sehr schmal und nennt allein den klinischen Zustand Wundstarrkrampf (Tetanus).

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; das Mittel wurde rein nach dem Krampfgeschehen und nicht nach einem Konstitutionsbild verordnet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Solanum carolinense gehört zu den klinisch verwendeten Mitteln der älteren amerikanischen Materia medica, die ohne ausführliche Arzneimittelprüfung und ohne ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert sind.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtZuordnung über das Krampfgeschehen, nicht über die Psyche

Im Repertorium sind zu Solanum carolinense keine Gemütsrubriken besetzt; die beiden vorhandenen Angaben liegen im klinischen Kapitel. Die ältere amerikanische Literatur beschreibt das Mittel im Umfeld von Krampfanfällen und nervöser Übererregbarkeit, zeichnet dabei aber kein seelisches Bild. Anders als die großen Nachtschattengewächse Belladonna, Hyoscyamus und Stramonium, die ausgeprägte Wahn- und Erregungszustände zeigen, ist Solanum carolinense in dieser Hinsicht unbeschrieben geblieben. Hier wird deshalb nichts ergänzt, was die Quellen nicht hergeben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wundstarrkrampf (Tetanus) - der einzige klinische Zustand, unter dem das Mittel im Repertorium geführt wird
Krampfanfälle und Zuckungen, wie sie die ältere amerikanische Literatur diesem Mittel zuordnet
Starre und Steifigkeit der Muskulatur als beschriebene Begleiterscheinung des Krampfgeschehens
Nervöse Übererregbarkeit, in den Quellen als Hintergrund der Krampfneigung genannt
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Wundstarrkrampf (Tetanus) als klinische Zuordnung im RepertoriumKrampfzustände und ZuckungenMuskelstarre im Rahmen von Krampfgeschehen

Abgrenzung

Bei Krampf- und Starrezuständen sind Cuprum metallicum, Nux vomica, Cicuta virosa, Hypericum perforatum und Oenanthe crocata die weit besser belegten Mittel; Cuprum metallicum zeigt Krämpfe, die von den Fingern und Zehen ausgehen, Cicuta virosa das Rückwärtsbeugen des Körpers. Innerhalb der Nachtschattengewächse steht Solanum carolinense ohne das für Belladonna und Stramonium typische Erregungs- und Wahnbild da und bleibt ein Mittel mit sehr schmalem Bestand. Wundstarrkrampf ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild und gehört ausnahmslos in ärztliche Notfallbehandlung.

Verwandte Mittel

Cuprum metallicumCicuta virosaBelladonnaHyoscyamus nigerOenanthe crocata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.